Holi Festival

Nein, wir sind hier nicht irgendwo in Japan, um uns gegen fiesen Stadtschmutz zu schützen, sondern waren tatsächlich auf dem Holi Festival in Stuttgart/Böblingen. (Allerdings hatten die Masken durchaus eine Daseinsberechtigung, wer hat die eigentlich aufgetrieben?)

Kurz zusammengefasst: Gegen halb drei kamen wir in Böblingen an, wo das Festival stattfinden sollte. Es brauchte eine dreiviertel Stunde, um aufs Gelände selbst zu kommen, da der Andrang richtig groß war, was auch okay war. Wir brauchten eine dreiviertel Stunde, um Farbbeutel und Marken zu kaufen, da man Essen und Getränke nicht mit Bargeld zahlen konnte – war auch noch okay. Wir brauchten allerdings noch mal so lange, bis wir drei Portionen Pommes hatten (btw: ohne Ketchup oder Mayo – SO SAD), bei den Getränken war es genau so, wenn nicht noch schlimmer, da sehr heiß.
Für die Pappbecher (!) musste man einen Euro Pfand zahlen, kam aber zur Nachmittagszeit eigentlich nicht mehr wirklich zu den Ständen zurück. Überhaupt war das Gelände viel zu klein für so viele Menschen. Gegen 18 Uhr verließen wir das Gelände schließlich wieder.

Wer also auch hinwollte und doch nicht konnte: verpasst habt ihr nicht viel – die Orga hat’s versaut. Und wenn die Stimmung sinkt, macht’s die Farbbeutelwerferei leider auch nicht besser.

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Prison Break

Ich blogge eigentlich selten über Serien. Ich schaue sie zwar gerne – aber irgendwann fand ich heraus, dass es mich nicht sonderlich erfüllt, etwas darüber zu schreiben. Aber hier muss ich wirklich mal ran.

Mein Repertoire an Serien, die ich schaue, ist breit gefächert: ich mag gerne Serien mit Tiefgang wie beispielsweise “Six Feet Under” oder “Mad Men”. Oder auch mal “Frauen”-Serien wie “Gossip Girl” oder “Sex and the City”. Manchmal auch Dinge aus dem Teenie-Genre wie “O.C. California” oder “One Tree Hill”. Sogar Ärzte-Serien wie “Grey’s Anatomy” und Mystery-Zeugs wie “Lost” haben es in mein Regal geschafft – und sobald ich eine Empfehlung bekomme, bin ich auch gerne bereit, mir Dinge anzusehen, die ich mir sonst niemals anschauen würde.
“Prison Break” fand ich in einem der vielen Regale im Saturn, auf der Suche nach etwas Neuem. Der Klappentext war ganz überzeugend, und da ich schon früher immer gerne Frauenknast schaute da ich das Gefängnis-Szenario an sich ja ganz interessant finde (klingt ein bisschen wie ein Fetisch), dachte ich mir, das könnte ja ganz nett werden. (Im Prinzip hätte ich so eine Serie nie geschaut, allerdings dachte ich mir, ich könnte ja mal ein bisschen “ausbrechen”.)

“Ganz nett” trifft es witzigerweise auch schon ganz gut. Ich bin ehrlich gesagt immer so ein bisschen im Zwiespalt, ob ich Prison Break nun gut oder schlecht finden soll, wenn mich jemand (… also keiner) nach meiner bescheidenen Meinung fragt, weil: unterhaltsam war es durchaus. (Außerdem sieht der Hauptdarsteller verdammt heiß aus.) Allerdings überwiegen die negativen Punkte, und das ärgert mich verdammt noch mal wirklich – einfach, weil die Serien durchaus Potential hätte haben können.

Es gibt Filme, deren Charaktere und Handlungen so verworren zusammenhängen, dass man erst zum Schluss diesen “Aha-Effekt” erlebt – also was Durchdachtes und somit Hochwertiges, da sich jemand bei so Dingen wirklich einen Kopf macht, den Zuschauer auf (falsche) Fährten zu locken und danach doch alles subtil aufzulösen. Prison Break ist auch so angedacht worden, oder: wollte so werden. Die Voraussetzungen waren nicht schlecht, wenn oft auch etwas arg Gefängnis-klischeehaft: Es gab sympathische Insassen, hasswürdige Insassen, gute Wärter, böse Wärter, Schwule, Vergewaltiger, und natürlich das Rassen- und Banden-Problem.
Trotzdem hatte man durchweg das Gefühl, dass die Produzenten und Schreiber eine aufwändige Story kreieren wollten, die Zuschauer aber für saublöd hielten, dass die meisten Handlungen und Verflechtungen zwischen den Charakteren und die Handlungsabläufe so offensichtlich waren, dass man dauernd hätte weinen können.

Hinzu kommt, dass die Story recht einfach ist – was an sich ja nichts Schlechtes ist, zieht man Handlungsstränge wie hier nicht künstlich in die Länge. Man hat auch versucht, den Nebendarstellern eine wichtige Geschichte zu geben, allerdings waren diese oftmals so flach, kurz und konstruiert wirkend, dass man das Gefühl hatte, dass diese nur dazu da waren, um die Story künstlich aufzublasen und ihr Pseudo-Tiefe zu geben.
Zurück zum Längen-Thema: Ich wusste anfangs nicht, dass Prison Break zweiundzwanzig Folgen enthält, denn nach den ersten zehn dachte ich tatsächlich, jetzt müsste das Ende ja nah sein. Dann kam etwas Neues, das die Haupthandlung unterbrach. Fünf weitere Folgen war es ähnlich. Und nach wieder weiteren fünf freut man sich tatsächlich aufs Ende, damit das Ganze mal ein Ende hat. Das ist tatsächlich auch ganz spannend – und was passiert dann? Ein Cliffhanger. EIN CLIFFHANGER! Ich wäre fast ausgerastet.

Es ist ja okay, die Story für die nächste Staffel ein Stück weit offen zu lassen, aber für mich gehört zu einem guten Staffelfinale immer dazu, dass eine Story an dieser Stelle so weit erzählt ist, dass sie abgeschlossen werden kann – um so Platz für eine neue zu schaffen. Das erwartet man ein Stück weit doch auch vom Ende, zumindest ist das bei mir so.

Und so blieb nach der letzten Folge gestern einfach nur ein bitterer Nachgeschmack zurück, nämlich: ich würde ja gerne wissen, wie es nun weitergeht – beziehungsweise die Story endet – allerdings war die Art und Weise, wie das Ganze aufgezogen wurde, nicht so überzeugend, dass ich mir jetzt die nächste Staffel holen wollte. Auch diejenigen, die die Serie schon in der weiteren Fortsetzung sahen, rieten mir eher davon ab.

Daher, liebes Prison Break, war das nur eine kurze Romanze zwischen uns. Kurz und schmerzlos. <3

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Hier seht ihr das Ergebnis, wenn vier Menschen mit fünf Kameras filmen, und eine davon so alt ist, dass der Qualitätsunterschied zum Rest fast als total künstlerisches Stilmittel bezeichnet werden könnte. Kein Glanzstück meiner Film-Karriere, aber völlig wurscht, hier ist jedenfalls das Ergebnis, das leider nicht die komplette Vielfalt widerspiegeln kann, aber zumindest einen Teil davon.

Hier bei Interesse eine kleine Trackliste:

  • 0:22: Eines der wenigen peruanischen vegetarischen Gerichte: Papa a la Huancaína. Schmeckt übrigens besser, als es hier auf dem Video aussieht.
  • 0:39: Hier saßen wir fast drei Stunden auf dem Weg von Lima nach Cajamarca in den Anden fest wegen eines Erdrutsches, der die Straße versperrte. Das passierte uns in den Anden fast ein Mal am Tag.
  • 1:21: Ich habe nie irgendwo besser geschlafen, als in den Hängematten auf dem Schiff von Yurimaguas nach Lagunas (ein Dorf, das nur über den Fluss erreichbar ist).

(Und ich schnitt das erste Mal mit Adobe Premiere anstatt mit iMovie, was mir wahrscheinlich viele Anhäufungen von Wutanfällen und zertrümmerte Möbel erspart hat (außer beim Exportieren, allerdings weiß ich jetzt ziemlich viel über Halbbilder). Allerdings hatte einer der Filmer eine etwas unruhige Hand, aber das nehme ich mal so hin, wenn ich schon nicht mit Sorgfalt selbst gefilmt habe. :roll: )

Eine textliche Zusammenfassung gibt es erst ein paar Tage später, wenn ich die Fotos sortiert habe und mich entscheiden kann, was ich alles in den Beitrag packe und was nicht, um den Rahmen zwischen Kurzfassung und Roman nicht zu sprengen. In diesem Sinne – ein wunderschönes Rest-Wochenende.

Bisherige Urlaubsvideos: Italien/Gardasee (2012), Mallorca (2012), Kenia (2011).

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Ich sah Hitchcock, Gladiator, Life of Pi und Vielleicht lieber morgen (die beiden letzten im Flugzeug).

Ich habe mir außerdem Gossip Girl (S01 E08-18 (komplett), S02 E01-11), Boardwalk Empire (S01 E06-12 (komplett)), Prison Break (S01 E01-17), Misfits (S02 E01) und Mad Men (S03 E01-03) angesehen. Das macht insgesamt 40 Folgen und erklärt die vielen Serien-Aufnahmen im Video (und den Serien-Überschuss erklärt meine Impf-Grippe, hüstel).

Durch meinen “Bandscheibenvorschub” (Definition des Orthopäden) beziehungsweise meiner “Gelenküberlastung” (Definition der Physiotherapeutin) und dem Urlaub lief ich bis Mitte April 38 Kilometer. Hätte ich in dem Tempo und der Intensität so weitergemacht, wäre für meine Verhältnisse ganz schön was zusammengekommen – aber Gesundheit geht vor. (Ich habe übrigens die leise Vermutung, dass zu schwere Gewichte der Beinpresse im Fitnessstudio für die Gelenkschmerzen beim Laufen sorgten – aber was weiß ich schon im Gegensatz zu einem Orthopäden oder einer Physiotherapeutin. -.- )

Am meisten gehört habe ich Feist, Backstreet Boys, Django Django, Britney Spears, Christina Aguilera, Tegan and Sara, Elliott Smith, Santigold, Icona Pop und Paul Simon. Es war also ein bisschen trashig.

Ich ließ mich in einer Woche acht Mal impfen, um gesund wieder aus Peru zurückzukommen – was ich auch tat. Ich war in Wertheim Village und kaufte mir Laufklamotten für den Sommer. Ich aß auf Grund mangelnder Auswahl an vegetarischen Gerichten (!!!) im Urlaub zwei Wochen lang Brötchen, Obst, Reis, Omelette und ein paar Kartoffeln und erfreue mich momentan wirklich an allem, das ich mir jetzt wieder einverleiben kann.

Ziele für Mai: Theorieprüfung bestehen, erste Fahrstunden ausmachen, Beginn mit der Wohnungssuche (again), Vorbereitung auf den 7-Kilometer-Lauf beim Stuttgart Lauf im Juni.

Februar. März.

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Poncho

Es gibt etwas, das ich mir tatsächlich aus Peru mitgebracht habe: einen Poncho. (Jeder sollte einen Poncho haben.) Wie es das Schicksal so wollte, passt dieser auch farblich gut zu meiner Jogginghose, so dass mein Flugzeug-Outfit voll aufeinander abgestimmt war und ich zwischen den piekfeinen Business-Fliegern gar nicht großartig auffiel.

Ich habe während der vielen Fahrten durch Peru und während des Rückflugs schon einiges für mich im Kopf zusammengefasst, das ich loswerden will – allerdings muss ich erst mal alle Eindrücke sortieren, Bilder durchforsten und vor allem die Dinge einfach mal sacken lassen. Daher an dieser Stelle vorerst ein Mini-Resümee.

Dinge, die ich nach zweieinhalb Wochen vermisst habe:

  • Gemüse. Kaum zu glauben, aber Gemüse gab es quasi nie als Beilage. Stattdessen Reis (immer). Oder Kartoffeln. Oder beides. Manchmal Bohnen. Kohlehydrate mit Kohlehydrate sind dort keine Seltenheit. Kulinarisch gesehen war’s kein wirklich großer Erfolg.
  • In ein Taxi zu steigen ohne den Beisatz: “Taschen zwischen die Beine, Fenster hoch und Türen abschließen!”
  • Ein richtiges Bett (ohne Ungeziefer).
  • Last but not least und scheiße noch mal: MEIN GLÄTTEISEN!

Dinge, die ich nicht vermisse:

  • Reis. Nuff said.

Dinge, die ich vermisse:

  • Schönes, warmes Wetter.
  • Sternenklare Nächte im Dschungel. (Außer in Lima selbst. Da ist nix zu machen.).
  • “Es gibt Reis, Baby!” (Ich wünsche mir ein Tamborin.)

In diesem Sinne werde ich mich erst mal regenerieren, hänge nämlich noch irgendwie im Jetlag fest. So richtig tief geschlafen habe ich natürlich erst die letzte halbe Stunde (von über fünfzehn Stunden Flug) – schön mit offenem Mund, ständig wegkickendem Kopf und einem Sabber-Faden.

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Heute stand der Zehn-Kilometer-Lauf fürs #virld an – zumindest für mich. Das Traurige daran: ich konnte ihn nicht mal laufen, weil ich Dank meines Impf-Marathons letzte Woche immer noch recht herumkränkel. Abgesehen davon, dass das auf Grund meiner Reise nach Peru definitiv nicht der beste Zeitpunkt für Kränkeleien ist, hat mich der Zustand ehrlich gesagt zutiefst angenervt – ist nicht gerade optimal, wenn man eine Aktion wie diese organisiert, und nicht mal teilnehmen kann. Immerhin hat Christin mich würdig vertreten.

Die ersten Einsendungen für das Gewinnspiel kamen auch schon rein, und ich muss sagen: hui, da sind schon einige Läufer dabei, die ziemlich abgehen. Übrigens: eingesendet werden kann noch bis zum 21. April um 12 Uhr an virld@maikind.info. Zusammengefasst:

  • Unter allen Teilnehmern verlosen wir 3 MyMüsli-Gutscheine im Wert von je 15 Euro. Die Gewinner werden am Ende zufällig gezogen (Losverfahren: je mehr Lose, desto höher die Gewinnchance. Pro Trainingstag, ab dem 24. März bis 20. April, mit Distanz über drei Kilometer gibt es ein Los).
  • Außerdem gibt es für den 10-Kilometer-Zeitsieger einen 25-Euro-SportScheck-Gutschein.
  • Zusätzlich verlosen wir unter allen Teilnehmern am 10-Kilometer-Lauf selbst noch ein kleines Goodie – ihr müsst den Lauf nicht schaffen, die Teilnahme zählt!

Christin wird morgen die Gewinner auslosen und diese Anfang nächster Woche per Mail benachrichtigen. Da ich morgen in den Urlaub fliege und die Zeit – auch Dank fetter Erkältung – recht knapp ist, um mehr dazu zu schreiben, wird sie Euch auf ihrem Blog einen kleinen Rückblick zum #virld geben.

Zum Schluss möchte ich allen Teilnehmern, und denjenigen, die das “Virtuelle Laufdings” unterstützt haben, meinen Dank aussprechen – mein besonderer Dank gilt hierbei Christin, die die Aktion mit mir organisiert hat. Ziel war, virtuell mehr Menschen zu treffen, die es auch lieben, zu laufen – und das konnten wir mit der Aktion definitiv erreichen. Daher wird es auf jeden Fall eine Fortsetzung geben! (Allerdings auf einer anderer Plattform, die gerade in Planung ist – damit ich meinen Blog nicht permanent mit Lauf-Content zuspamme. :liaf )

Zum Einsendeschluss des #virld werde ich voraussichtlich irgendwo in Amsterdam auf dem Flughafen herumgeistern – ich wünsche Euch angenehme zweieinhalb Wochen ohne mich – bis dann, in alter Frische!

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Hallo Freunde der Sonne,

ich bin ab Freitag offiziell geimpft gegen:

  • Tetanus, Diphterie, Polio und Keuchhusten,
  • Hepatitis A und B,
  • Gelbfieber,
  • Typhus,
  • Tollwut.

Das macht acht Spritzen in einer Woche – mein früheres Trypanophobie-Ich hat mich ordentlich ausgelacht. Für das gab ich alles in allem übrigens dreihundert Euro aus. Da Geld bei mir auf den Bäumen wächst, absolut in Ordnung, wenn man zu viel über hat, gönnt man sich ja gerne mal ein paar Impfstoffe.

Die Ärztin meinte auch, dass grippeähnliche Symptome auftreten können – was konkret bedeutet, dass ich seit Montagabend flach liege und Klopapier-Taschentuch-Ersatz benutze, weil ich den Rest an Taschentüchern skrupellos verbraucht habe und meinen Mitbewohner die nächste Packung schulde (also, beides – Taschentücher und Klopapier). Dienstagmittag befand ich mich auf dem Krankheitshöhepunkt: so muss es sich jedenfalls anfühlen, wenn man von Betäubungsmittel high ist. Bewegt habe ich mich im Schneckentempo mit einem Laufverhalten ähnlich eines sechs Monate alten Babys.
Momentan klingt es schon wieder odnungsgemäß ab, ärgert mich trotzdem alles ziemlich, da ich vorm Urlaub noch ziemlich viel zu tun habe und am Samstag außerdem mein Zehn-Kilometer-Lauf ansteht, den ich mir ziemlich sicher in den Arsch schieben kann.

Ansonsten laufen alle Reisevorbereitungen wie immer, was bedeutet, das ich mich drei Tage vor Abflug – also morgen – das erste Mal mit dem Thema “Was nehme ich überhaupt mit nach Lima?” auseinandersetzen werde (was krankheitsbedingt sowieso nicht früher gegangen wäre, also alles super). Da wir in Gebieten sind, die unterschiedlicher nicht sein könnten, brauchen wir von warmen bis leichten Klamotten und Schuhen sozusagen alles. Für den Sommer habe ich außer Röcken kaum kurze Hosen (und hey, da kann man quasi laut auswärtigem Amt überall überfallen werden kann will ich nicht zusätzlich noch ein leichtes Vergewaltigungsopfer sein) – die müssen also noch besorgt werden, außerdem leichte Schuhe (meine letzten habe ich in Kenia heruntergelatscht), Wanderschuhe und einen Haufen Kleinzeugs (Sonnencreme, Kontaktlinsen, Moskitoschutzmittel …).

Ich bin die kommenden Tage also gut beschäftigt, was ich von den letzten nicht gerade behaupten konnte. Morgen werde ich wieder arbeiten gehen, in den Rechner oder Fernseher schauen ging in den lezten beiden Tagen nur bedingt, da meine Augen nach einer Stunde anfingen zu tränen. Das könnte einerseits an hochwertigen Serien wie “Gossip Girl” gelegen haben – oder eben nur am Schnupfen. Vielleicht war’s auch eine Mischung von beidem. Daher habe ich mich wieder an mein Häkel-Mützen-Projekt gesetzt und hoffe darauf, dass meine nächste Mütze nicht wieder wie ein Kondom aussieht.

P.S.: Ich danke meiner Mitbewohnerin offiziell, dass sie die Tage etwas zu essen über gelassen hat, ich war Dienstag nämlich auf Grund von Pseudo-Ohnmachtsanfällen so was von unfähig, mir etwas zu kochen. Heute habe ich es immerhin zu einer Tomatensuppe gebracht. (Ich finde, ich sollte Foodblogger werden.)

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“Virtuelles Laufdings” ist eine Aktion von Christin und mir, um (virtuell) mehr auf Menschen zu treffen, die gerne laufen. Das erste gemeinsame Ziel ist der 10-Kilometer-Lauf am 20. April, wobei das Ereichen des Ziels nicht im Vordergrund steht, sondern der Spaß am Laufen. Alle Infos für das “Virtuelle Laufdings” findet ihr in diesem Beitrag – das Event selbst hier auf Facebook. Mitmachen kann jeder, der gerne läuft.

Es gibt eigentlich wenige Momente, in denen ich keine Musik höre. Daher ist es eigentlich nur logisch, dass ich beim Laufen auch mit Musik unterwegs bin.
Eine spezielle Playlist habe ich hierfür eigentlich nicht – ich habe eine Liste, die originellerweise “Walking” heißt, die ich permanent höre, wenn ich zu Fuß (oder ab und an) mit der Bahn unterwegs bin. Unabhängig vom Joggen. Also eigentlich immer. Und da schmeiße ich immer alles rein, das ich gut finde, und haue das raus, das mir auf den Senkel geht.

Hören kann ich eigentlich ziemlich alles beim Laufen, daher ist meine Liste auch ziemlich gemischt. Das ist ganz praktisch, weil ich mich immer mit einer anderen Stimmung in die Laufschuhe schwinge, und daher die entsprechenden Titel, die ich nicht hören kann oder will, einfach überspringe.

Für meinen ersten Lauf am 20. April habe ich mir überlegt, eine Playlist zu erstellen, die auf meine Zielzeit passt, heißt: etwas zur Einstimmung, etwas zur Motivation (etwa ab der Hälfte), dann Stücke ab drei viertel der Strecke, die mich etwas pushen sollen, und natürlich der Song für den Zieleinlauf.

Es gibt übrigens zwei Situationen in meinem Leben, in denen ich total gut trashige Musik hören kann: im Suff und während des Laufens.
Das habe ich gleich ganz zu Beginn festgestellt, als ich im Januar noch lange mit unserer Silvester-Playlist unterwegs war, die sehr, sehr viel 90er-Shizzle und Rihanna beinhaltete. Daher werde ich auf dieses sichere Prinzip während des Zehn-Kilometer-Laufs aufbauen. :liaf

Das muss allerdings alles noch ausgetüftelt werden. Immerhin bin ich mir bei meinem finalen Song schon sicher – für die Ziellinie habe ich mir da etwas mit ganz viel Drama ausgesucht, dicht gefolgt von “My Heart Will Go On” (natürlich), nämlich: Continue reading “Virtuelles Laufdings, kurz: #virld: Mach die Musik an.” »

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Für die meisten ist Routine etwas, in dem sie sich sicher wiegen. Der Job, die Familie, Freunde oder ein bestimmtes Hobby – wenn alles nach Plan läuft, ist das Leben in Ordnung und die Zukunft gesichert.

Ich muss immer in mich reinlächeln, wenn ich merke, wie schwer es Leuten fällt, aus einer bestimmten Gewohnheit herauszubrechen, weil das für mich absolut kein Problem darstellt. Ich liebe es, wenn sich Situationen verändern, allerdings bin ich ein relativ introvertierter Mensch, und schließe nur langsam neue Bekanntschaften, was in sich etwas widersprüchlich ist, weil neue Situationen in der Regel andere zwischenmenschliche Beziehungen mit sich bringen. In dieser Hinsicht bin ich aber ausnahmsweise ein hoffnungsloser Optimist, weil ich mir denke: wenn sich das eine fügt, wird sich das andere schon geben. Insgesamt gehe ich da eh recht impulsiv an die Sache ran und verlasse mich da auch immer auf mein Bauchgefühl.

Man kann sich in so viele Richtungen weiterentwickeln: im Job, Hobbys, Beziehungen zu Freunden, Familie und dem Partner. Als ich meinen Job wechselte, dachte ich mir nicht, scheiße – meine Welt bricht in sich zusammen, ich hab Angst, was passiert jetzt – sondern: hey, cool, lass uns neu anfangen! Als sich meine WG aufgelöst hatte und ich mir etwas neues Suchen musste, sagte ich nicht: oh Gott, wie soll ich das meistern, sondern: yeah, eigene Wohnung! Und als ich mich einsam gefühlt habe, weil eine Wohnung für mich selbst doch nicht so toll war, beschloss ich spontan, wieder in eine WG zu ziehen, und das war gut so.

Die Sache mit Menschen ist natürlich ein ganz anderes Kaliber, weil da sehr viel Herz und Geschichte drinsteckt. In mein Leben sind viele Menschen eingetaucht, haben mich berührt, und sind wieder aus meinem Leben verschwunden. Vieles hat mit Emotionen zu tun, viel mit dem Thema, dass man plötzlich nicht mehr mit dem Menschen an sich klar kommt oder: dass Menschen einen Platz bei uns im Herzen finden, aber nicht in unser Leben passen, weil die Umstände dafür nicht gemacht sind.

Die krasseste Veränderung, die man meistern kann, ist eine Veränderung seiner selbst. Klar, verändert man sich meistens immer irgendwie weiter – jede Situation, die passiert, kann einen mal mehr, mal weniger stark beeinflussen.
Neulich meinte jemand zu mir, ich habe behauptet, ich hätte mich insgesamt sehr verändert in den letzten Monaten und wollte wissen, inwiefern. Ich musste tatsächlich darüber nachdenken, weil – klar, alles, was man halt so tut, und offensichtlich ist, kann man aufzählen. Wenn es aber im Kopf Klick macht, man vielleicht eigene Ideale, Meinungen und und Ansichten entwickelt, ist es gar nicht mehr so einfach zusammenfassbar. Man weiß nur, dass es irgendwann und irgendwo passiert ist.
Mit seiner eigenen Veränderung schafft man sich durch neues Denken und Handeln oft ein anderes Umfeld, denn: man eckt man plötzlich an anderen Menschen an, mit denen man sonst super auskam und findet neue Verbindungen zu anderen Menschen, mit denen man sonst nie etwas zu tun hatte. Und so trennt man sich oder findet neu zusammen.

Ich mag es, wenn mein Leben etwas chaotisch ist – Stillstand und absolute Ordnung wären für mich der Herztod. Oder anders: ich habe Angst, dass mein Leben irgendwo stagniert und sich nicht weiterentwickelt. Dass ich unzufrieden bin mit irgendwas, aber nicht ausbrechen kann oder will. Dass ich durch meine eigene Routiniertheit gezwungen bin, die Lösung zu ergreifen, die am nächsten liegt, nicht die, die ich am liebsten möchte.

Ich weiß nicht, warum das bei mir so ist, vielleicht, weil mein Leben immer unvorhergesehen lief, ich mich mit Dingen auseinandersetzen musste, für die ich nichts konnte und so eine ruhige und geordnete Stimmung gar nicht gewohnt bin – und diese auch gar nicht an mich heranlassen möchte, weil sie mir vielleicht Angst bereitet.

Ja – ich war mal so, mal so. Mal habe ich das getan, und fand das toll, später genau so und fand das dann scheißedoof. Ich sehe Dinge mal schwarz, mal weiß, mal grau – und wäre ich Politiker, könnte man mir alle Jahre nachsagen: “Aber damals, da hat sie das so gesagt, wie kann man nur so inkonsequent sein!” Ich denke, das ist alles in Ordnung so, denn die Veränderung in meinem Leben ist mein Dynamit.

Und wenn ich eines nie will, dann ist es, irgendwo stehen zu bleiben.

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“Virtuelles Laufdings” ist eine Aktion von Christin und mir, um (virtuell) mehr auf Menschen zu treffen, die gerne laufen. Das erste gemeinsame Ziel ist der 10-Kilometer-Lauf am 20. April, wobei das Ereichen des Ziels nicht im Vordergrund steht, sondern der Spaß am Laufen. Alle Infos für das “Virtuelle Laufdings” findet ihr hier auf dem Blog – das Event selbst hier auf Facebook.

Es gibt immer wieder Dinge, für die ich mich schnell begeistern kann – und wenn ich mich für etwas erfreuen kann, dann gibt’s auch gleich das volle Programm. Beim Laufen hat das zugegebenermaßen sehr lange gedauert – allerdings war ich dann auch sofort dabei.

Ausrüstung: Ich habe keine spezielle Ausrüstung, die ich mit mir herumschleppe oder brauche. Als ich merkte, dass ich nach ein, zwei Monaten tatsächlich regelmäßig laufe, besorgte ich mir Laufschuhe, Tights und ein Zipneck.
Anfangs lief ich noch mit meinen Baumwoll-Sportklamotten – das war vor allem im Winter bei Schnee und Graupel scheiße, weil der Schweiß nicht nach außen abtransportiert wird, man folglich schnell friert und sich auch leichter erkältet. Funktionsklamotten haben für mich daher durchaus Daseinsberechtigung – wobei gute Ausstattung hier nicht unbedingt günstig ist, je nachdem, was man so möchte und auf was man Wert legt.

Abgesehen davon habe ich von meiner Freundin ein Pulsband mit Pulsuhr geschenkt bekommen. Bei mir ist es sehr von meiner Laune abhängig, ob ich mit Pulskontrolle oder ohne laufe – manchmal habe ich einfach Lust, nach Gefühl zu laufen, ab und an finde ich ein Stück Planung und Kontrolle nicht schlecht.

Mein iPhone darf insgesamt natürlich nicht fehlen, da ich meine Läufe mit Runkeeper tracke und während des Laufs Musik höre – und ohne Musik geht nichts.

Trainingspläne: Da mein erster Zehn-Kilometer-Lauf am 20. April stattfindet, habe ich beschlossen, dass ich nach einem Sechs-Wochen-Plan von Steffny trainieren werde. Allerdings bedeutete das auch, vier Mal in der Woche zu laufen (Dienstag, Donnerstag und am Wochenende), so dass ich schon bald nicht mehr wirklich konsequent dabei bleiben konnte, was unterem daran lag, dass ziemlich viele Geburtstag auf die Wochentage fielen und mir somit keine Zeit blieb. Anfangs joggte ich daher noch vor der Arbeit, allerdings wollte ich dann mein Alltag doch nicht zu sehr nach dem Laufen ausrichten und mache es seitdem nach Lust und Laune, aber regelmäßig: abwechselnd stehen dann Dauer- und Tempoläufe beziehungsweise Fahrtenspiele auf dem Programm, je nachdem, nach was es mir ist.
Wenn ich körperlich dazu bereit bin (oder sagen wir eher: wenn mir weder die Bandscheibe oder kaputte Hüftgelenke dazwischenfunken, ich bin so scheiße gebrechlich), einen Halbmarathon zu laufen, werde ich da vielleicht konsequenter sein – in erster Linie ist mir aber erst mal der Spaß an der Sache wichtig, und nicht die Regeln, nach denen ich laufen muss (wobei ich nicht behaupten möchte, dass nach Regeln laufen keinen Sinn macht).

Motivation: Bisher war meine Motivation recht konstant – seit Januar gehe ich etwa zwei bis drei Mal in der Woche laufen – nur das Krafttraining im Fitnessstudio hat darunter etwas gelitten, weil ich es irgendwie nicht schaffe, alles unter einen Hut zu bringen. Vorgenommen habe ich mir allerdings, mindestens ein Mal in der Woche neben dem Laufen ein bisschen die Gewichte zu stemmen.
Wenn man etwas gerne macht, ist die Motivation eigentlich immer recht präsent. Wer frisch mit dem Laufen anfängt oder nach einer Weile wieder damit beginnt, muss sich da mehr zusammenreißen, weil das Laufen an sich anfangs echt ernüchternd sein kann, wenn man (wieder) untrainiert ist. Das Wetter tut mit seinen niedrigen Temperaturen und dem tristen Grau sein Übrigens – daher freue ich mich nach meinen ewigen Winterläufen auch ziemlich auf den Frühling.

Was übrigens Tatsache ist, ist, dass man sich nach dem Sport grundsätzlich besser fühlt, als wenn man ihn mal wegen Unlust oder aus Faulheit ausfallen lässt – das treibt zumindest mich immer wieder erfolgreich in meine Laufschuhe.

Da Musik für die meisten zum Laufen ein elementarer Bestandteil ist, dreht es sich beim “Virtuellen Laufdings” nächste Woche rund um die Musik, die ihr beim Laufen hört.
Habt ihr bestimmte Lieblingssongs, die ihr hört, oder sogar eine spezielle Playlist? Oder braucht ihr so einen Shizzle überhaupt nicht?

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