Ich freue mich ja immer, dass ich hier schreiben kann, was ich will. Ich kann den LIEBEN LANGEN TAG übers Autofahren schreiben, und ich seh gar nicht an Euren Gesichtern, wie krass Euch das langweilt, weil ich Euch logischerweise nicht sehen kann – fragt mal meine Familie, Freunde und Kollegen, wie die sich mittlerweile fühlen.

Jedenfalls bin ich gestern nach einer eineinhalbwöchigen Krankheitsphase meines Fahrlehrers mal wieder Auto gefahren, allerdings mit einem älteren Golf (na ja, Golf VI halt), der eine RICHTIGE HANDBREMSE und keine Rückrollsperre hatte. Die Kupplung ging etwas schwerer, und so holperte ich die ersten fünf Minuten durch Stuttgarter Straßen, bis Jürgen* meinte, er kotze mir gleich auf die Füße, wenn ich so weitermache.

Das Anfahren am Berg war, nach Gewöhnung an Kupplung, Bremse und Gas, auch relativ unproblematisch. Allerdings bog ich einmal nach rechts ab in den Gegenverkehr (beide Spuren waren durch eine schmale Grünanlage getrennt, hab ich jetzt nicht gesehen), Jürgen telefonierte gerade mit einem seiner Homies, brüllte: “WO FÄHRSCH DU DEN NO!”, machte bissi was an den Pedalen, wies mich dann an, weiterzufahren und meinte dann: “Ha, woisch, ja, faschd auf’d Gegasschpur isch se g’fahra, ja … ond, wie sieht’s aus nägscht’ Woch’, kosch do den Olaf nehma, wenn I im Urlaub be?”
Und wenn er nicht telefonierte, erzählte er mir alles über das Streichen, welche Farbe man so benutzt und dass Rollen mit Lammfell viel besser sind als “der Scheiß ausm Baumarkt” und dass man sowieso viel lieber in ein “Farbenfachgeschäft” gehen solle.

Jedenfalls fährt Jürgen am Samstag in den Urlaub in den Osten, zwei Wochen lang. Und wenn er zurückkommt, machen wir noch eine Doppelstunde reguläres Fahren, dann geht’s schon an die Sonderfahrten und Anfang August könnte ich schon Prüfung machen, wenn ich’s bei den Sonderfahrten nicht voll verkacke.
Und da kann ich nur hoffen, nicht durchzufallen, aber so wie’s aussieht, hat Jürgen großes Vertrauen in mich und ich muss die zweihundert Euro Prüfungsgebühr nicht doppelt oder gar dreifach bezahlen (und meine Probezeit wäre schon vor meinem dreißigsten Geburtstag rum).

I see you soon on Stuttgarts Straßen.

* Er heißt nicht Jürgen, das dürfte mittlerweile klar sein.

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Ich sah Gossip Girl (S02 E18–25 (komplett) und S03 E01), Six Feet Under (S01 E02), The Big Bang Theory (S01 E07–12) und Mad Men (S04 E01-05). Das macht 21 Folgen und ist verhältnismäßig wenig im Monat für mich. ABER ICH HATTE AUCH GENUG ANDERES ZU TUN!

Filmtechnisch habe ich mir mal wieder Die Verurteilen angesehen.

Im Juni bin ich 36 Kilometer gelaufen. Peinlicher Scheiß, ab morgen startet mein Trainingsplan für den Halbamarthon über 16 Wochen.

Am meisten gehört habe ich Wir sind Helden, Depeche Mode (schließlich war da ja auch das Konzert), Tegan and Sara, Annett Louisan (huch?), Sophie Hunger, Britney Spears (whoop!), Sia, Clueso, The Devlins und Bebe.

Im Juni bin ich das erste Mal mit dem Auto gefahren – das war schön, endlich erste Nahtoderlebnisse (für die anderen, nicht für mich). Ich war bei meinem ersten offziellen Lauf – dem Stuttgart Lauf – auf einer Strecke von sensationellen 7 Kilometern, war auf dem Depeche-Mode-Konzert, führte 50 Fakten über mich selbst auf und sonst war der Juni auch inoffiziell sehr schön. Nach dem Video zu urteilen war ich auch permanent am Saufen – wo soll das nur hinführen.

Februar | März | April | Mai

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Stuttgart Lauf

Ich hab mich schon vor Ewigkeiten beim Stuttgart Lauf angemeldet – und nachdem es mit dem Herrenberger Frühlingslauf nicht geklappt hat, weil acht Impfungen für den Peru-Urlaub mein Immunsystem völlig zerstörten, war ich froh, dass ich es diese Mal ohne großes Geheule wie ‘n großes Mädchen teilnehmen konnte.

Der Lauf ging über sieben Kilometer, das Wetter war super, die Atmosphäre toll, und natürlich ist es irgendwie motivierender, mit etwa dreitausend anderen ins Ziel zu laufen als alleine durch die Pampa zu joggen.

In einem “Wettbewerb” reagiert der Körper gefühlt schon anders auf das drumherum, und so lief ich die sieben Kilometer ohne Gehpausen bis zum Ziel durch – im normalen Training hätte ich an diversen Stellen schon kleine Päuschen gemacht. Da ich in letzter Zeit etwas untrainiert war (Krankheit, viel Wein und so), hatte ich eine Zeit zwischen 45 und 50 Minuten angepeilt – eher so weiter hinten – und bin sehr froh, dass es besser wurde, als ich eigentlich dachte: nämlich 45 Minuten und 28 Sekunden. POWPOWPOW!

Sehen wir mal, ob es bis zum nächsten Jahr bis zum Halbmarathon reicht, ansonsten werde ich meine “Bestzeit” natürlich knacken wollen. Vielleicht finden sich bis dahin auch ein paar Laufbegeisterte mehr, die mich begleiten.

(Anmerkung zum Foto: Ich bin nun wirklich kein Poser-Typ, ich brauchte lediglich ein Beweisfoto – also lasst mich!)

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Yps

Am Freitag bin ich wieder bei ein paar Gläschen Wein in der Agentur kleben geblieben, und während wir versuchten, das Solar-Zeppelin aus dem Yps-Heft steigen zu lassen, erzählten wir uns allerlei Dinge und aßen nebenher leckere Dinge von der Antipasti-Platte.

Gegen Mitternacht sind wir noch los in Richtung 1210, wo nichts los war, also tranken wir gemütlich Tequila und Mojito um ins Universum weiterzuziehen, wo auch nichts los war (oh Stuttgart, my lame friend). Und nachdem ich meine Kollegin H. mit dem Einkaufswagen in Rekordgeschwindigkeit durch den Schlossgarten schob, checkten wir den neuen vegetarischen Burger, den es bei McDonald’s gibt, der aber leider etwas trocken im Geschmack war.

Irgendwann heute um zehn wachte ich Dank dem Kartoffel-Äpfel-Eier-Schreier auf, schaute in den Spiegel, dachte: “Oha, MEGAZOMBIE – so totally not in action!” Und so schlief ich nochmals bis um halb sechs am Abend, wie sich’s halt so gehört.
Eigentlich wollte ich noch auf einen Geburtstag gehen, allerdings hat mein alter Rücken die Nacht nicht so gut überstanden. So ging ich stattdessen einkaufen, heulte mich selbst etwas wegen Alkoholnachwirkungen und meinem Rücken voll, legte mich auf die Couch und schaute weiter Mad Men, was mich zunehmend mehr deprimierte, da Mad Men mein sensibles Gemüt immer deprimieren kann. Don Draper ist so ein verdammt trauriger Charakter.

Und morgen, da treffe ich mich mit meiner Freundin Pisa P., um die sieben Kilometer beim Stuttgart Lauf zu bewältigen, und, was noch viel wichtiger ist: um dort danach richtig zu lümmeln, bei Pommes, Cola und Sonnenschein.

Life is good.

(Aus der Kategorie: komische Blogeinträge, die einfach nicht besser werden, weil mein Hirn aus Kapazitätenmangel nur die wichtigsten Funktionen verarbeiten kann, was allein schon der Blogeintragstitel beweist, in dem ich Whigfield zitiere.)

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Ich möchte Euch hier mal erzählen, unter welchen Bedingungen ich fahren lerne. Es ist nämlich nicht so, dass man sich meinen Fahrlehrer besser als Vorbild nehmen sollte, weil er meistens freihändig, viel redend, gestikulierend und schimpfend (“DU BLÖDES ARSCHLOCH!”) durch die Gegend fuhr, bevor ich das Lenkrad übernehmen durfte.

Aber jetzt, da ich am Steuer sitze, habe ich natürlich alles in der Hand (na ja, bis auf die Pedale, aber das war manchmal schon ganz gut so) und alles ist super.

Anfangs war das Fahren einfacher, weil ich mich wirklich nur aufs Anfahren und Schalten konzentrieren musste. Ich musste weder schauen, woher die Autos kommen (das übernahm mein Fahrlehrer), noch gleichzeitig um die Kurve fahren, hochschalten oder plötzlich bremsen.
Inzwischen ist es so, dass mir mein Fahrlehrer natürlich Stück für Stück die Verwantwortung abgibt, was leider nicht so einfach ist, denn:

  • Er redet permament.
  • Er zeigt mir während des Autofahrens Bilder, die ihm jemand per WhatsApp geschickt hat.
  • Er erzählt mir skandalöse Storys aus seinem Leben, die mich mitreißen.

Ich wusste schon nach meinen vielen Theoriestunden, dass Fahrlehrer zumeist Menschen sind, die laut sind, sich selbst gerne reden hören, gut an einen Stammtisch passen und na ja – man sich daran einfach gewöhnen muss.
Und nein, es klingt wirklich schlimmer, als es ist – allerdings bin ich auch schon älter und kann mit so was umgehen und muss meine Twitter-Timeline nicht permanent mit vielen #aufschrei-Tweets nerven. Mein Fahrschullehrer Jürgen* ist nämlich ein ganz gemütlicher Typ, macht manchmal seine chauvinistischen Witze, aber dann ist auch okay. Wenn er mir auf den Sack geht, sage ich: “Jürgen, Du gehst mir auf den Sack, ich fahre und kann Dir nicht zuhören!” worauf er meist entgegenet, ich hätte doch gar keinen. Und dann ist gut, zumindest für die nächsten fünf Minuten.

Es klingt jetzt so, als wäre Jürgen völlig inkompetent. Aber wenn man bedenkt, was der Mann alles parallel machen kann, sage ich wirklich: Hut ab. Ich bin Dank ihm noch in keinen von Euch reingefahren, und das ist schon die halbe Miete!

Inzwischen klappt das Anfahren so gut, so dass ich ganz gut im Stuttgarter (Feierabend)verkehr (Stau, Stau, Stau!) zurecht komme, allerdings habe ich die Tendenz, grundsätzlich zu schnell zu fahren, was mir im Kreisverkehr schon öfters zum Verhängnis geworden ist (runter schalten, bremsen, lenken, VOLLE LOTTE REINSLIDEN YEAH, oder halt eher so nicht, nun ja) – und rechts vor links ist auch noch ausbaufähig auf Grund meiner mangelnden Fähigkeit, andere Autos einzuschätzen. Aber es wird.

Spaß macht es trotzdem, und ich freue mich auch schon darauf, bald mit dem Motorrad durch die Gegend zu gurken. Aber bis dahin … lerne ich noch das Autofahren. Heute Abend: das Parken. Das wird bestimmt total lustig.

In diesem Sinne: keep on drivin’!

* Natürlich heißt er nicht Jürgen. WER HEISST SCHON JÜRGEN!

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  • Ich habe zwei Brüder und eine Schwester, alle sind jünger, allerdings bin ich die kleinste.
  • Alle Dinge, die ich beginne, führe ich mit vollstem Ehrgeiz aus. Entweder ganz oder gar nicht.
  • Ich liebe Sprachen – in meinem bisherigen Leben habe ich bis dato vier Fremdsprachen gelernt: Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch.
  • Ich bin zwei Mal in meiner Schullaufbahn sitzen geblieben.
  • Ich kann zwei Filme fast auswendig mitsprechen: “Austin Powers in Goldständer” und “Sex and the City – Der Film”.
  • Ich bin ein Sensibelchen. Und ich kann alles ganz genau analysieren, bevor es passiert: Stimmungen, Menschen und ihr Verhalten. Deswegen bin ich leider auch manchmal etwas überempfindlich.
  • Mein Nachname wird grundsätzlich falsch geschrieben, auch wenn man ihn buchstabiert.
  • Ich mag Tomaten in allen Variationen, aber nicht roh.
  • Ich habe ein schlechtes Gedächtnis, kann mir aber Geburtstage und Zahlenabfolgen sehr gut merken.
  • Irgendwann ließ ich mich “Jenny” rufen, weil es meistens furchtbar klingt, wenn Menschen “Jennifer” sagen.
  • Neben „Jenny“ habe ich ungefähr eine Millionen andere Spitznamen – irgendwie benutzt jeder einen anderen.
  • Ich trank bis zum 21. Lebensjahr – mit einer Ausnahme – niemals Alkohol. (Dann begann ich zu arbeiten.)
  • Arbeitstechnisch bin ich unglaublich pingelig. Ich lege meine Dateien mit System auf dem Server ab und hasse unsortierte und unübersichtliche (PSD-)Dateien. Daher werde ich meistens nur “Datei(ablage)-Nazi” genannt. Schlimm.
  • Bei Rechtschreibung bin ich da übrigens genauso.
  • Ich gebe das meiste Geld für Lebensmittel und Serien-DVDs aus.
  • Ohne Smartphone kann und will ich nicht mehr leben.
  • Ich kenne scheißviele Schlager auswendig. (Dank meiner Mutter.)
  • Fleisch mochte ich noch nie wirklich gerne, inzwischen verzichte ich komplett darauf.
  • Ich bin unglaublich impulsiv.
  • Als Kind wollte ich Schriftstellerin werden.
  • Ich handle immer nach Bauchgefühl.
  • Ich presse mir jeden Morgen Orangensaft.
  • Ich mag keine menschenüberfüllten Räume und überhaupt … Kontakte knüpfen, brrrr.
  • Ich hasse es, mit den Händen zu essen, Creme zu benutzen oder sonst irgendwie was zu machen, das einen Fettfilm auf der Hautfilm hinterlässt.
  • Mein schlechtestes Schulfach war Biologie. (Was wäre mein Abischnitt traumhaft geworden, hätte ich davor gewusst, dass das in den Gesamtschnitt zählt.)
  • Ich trage Schuhgröße 39.
  • Meine Fähigkeit, mich verbal auszudrücken, strebt irgendwo gegen Null (und das in Kombination mit Alkohol, uiuiui).
  • Ich bin ein Scheidungskind – und bin wahrscheinlich eines der wenigen Kinder, die das auch gut so fanden und finden.
  • Ich kann echt über jeden Scheiß lachen, und das mehrmals. Freunde von mir nennen es „Witze-Repeat“.
  • Ich bin ein guter Verlierer.
  • Songtexte kann ich mir unglaublich gut merken – sogar auf Französisch oder Spanisch, ohne sie wirklich zu verstehen.
  • Mein bestes Weihnachtsgeschenk war ein „Destroyer Droid“ aus Star Wars von Lego Technik.
  • Ich kann Klarinette spielen. Und Saxophon. Und Blockflöte.
  • Im Blockflötespielen war ich allerdings so unmotiviert, dass mich meine Blockflöte-Lehrerin aus der Gruppe geschmissen hat.
  • Ich glaubte wirklich sehr, sehr lang an den Weihnachtsmann, Osterhasen, das Christkind, die Zahnfee & Co. ICH NAIVCHEN!
  • Ich kann tagelang über die Menschheit oder die Menschen an sich philosophieren. Überhaupt denke ich viel zu viel nach.
  • Manchmal habe ich auch Anfälle von Weltschmerz.
  • Ich kann nach außen hin keine Gefühle zeigen, weil ich diese dann nicht regulieren kann. Ebenso wenig kann ich mit Gefühlsausbrüchen anderer umgehen – in dieser Hinsicht bin ich wirklich unglaublich roboterhaft.
  • ABER INNERLICH EXPLODIERE ICH!
  • Ich mag es nicht, wenn Menschen einen ständig anfassen müssen (Schulterklopfen, Hand auf den Arm legen …).
  • Manchmal kann ich mich einfach nicht entscheiden, ob ich mal sesshaft werden will oder … PARTY PARTY PARTY!
  • Ich mag es nicht, in der Öffentlichkeit zu telefonieren, wenn mir alle zuhören. Die Anrufenden empfinden mich in diesen Situationen meistens als unfreundlich.
  • Überhaupt telefoniere ich fast gar nicht.
  • Menschen, die knauserig sind, kann ich auf den Tod nicht ausstehen.
  • Ich bin nicht nachtragend.
  • Geld ist mir nicht wichtig.
  • Ich bin eigentlich ständig in Bewegung, oder: im Prozess.
  • Der Mensch, der mir am meisten das Leben erschwert, bin ich selbst.
  • Ich werde ständig zehn Jahre jünger geschätzt. (Kein Scheiß.)
  • „Hey there Delilah“ war das Lied, das ich bisher bei meinem ersten und einzigen Karaoke sang. Es war eine Katastrophe.

[via]

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Eindeutiger Vorteil, den Führerschein später gemacht zu haben: kein widerliches Bogen-Papier-Gelerne. Eindeutiger Nachteil: der große Teil meiner Umwelt hat den Führerschein schon und kann meine Begeisterung fürs Fahren überhaupt nicht nachvollziehen, weil sie verdammt noch mal den Lappen schon vor zig tausend Jahren gemacht haben.

Nachdem ich gestern das zweite Mal aufm Wasen rumgefahren bin, bisschen anfahren, schalten, lenken und so lustige Sachen, ließ mein Fahrlehrer Jürgen* mich tatsächlich auf die Straße. Ich meine, mit einem Auto, so richtig auf einer richtigen Straße! Voll cool, ich bin fast ausgeflippt. (An dieser Stelle winken alle schon total genervt ab, everyday routine und so.) Und schwuppdiwupp ab in die City gecruist, fast in den fiesen Blitzer in Cannstatt, weil ich dachte, ich passe mich einfach der Geschwindigkeit an (60 km/h, voll schnell, wooohoo, nur den Karren in der Kurve nicht ausbrechen lassen).

In der Tiefgarage war das dann alles etwas eng und ungeschickt, und hier musste Jürgen mir tatsächlich mal ins Lenkrad greifen – aber hey, man kann ja nicht alles können. Rückwärts einparken war so beim ersten Mal auch nicht so der Knüller. Außerdem habe ich eine Handhaltung am Lenkrad wie manche mit ihren Weingläschen, kleiner Finger wegstrecken und so. Das hat mir Jürgen gleich mal wieder ausgetrieben.

Er schätzte mich nach eindringlicher Musterung erst auf neunzehn, Anfang zwanzig. “Wie, Du bisch siebnazwanz’g? Hosch Di aber gut g’halda! Bisch wenigschtens scho v’rheiraded und hosch Kend’r?” Nach Jürgen ist man fürs Heiraten und Kinderkriegen nämlich fast nicht zu alt. “Na ja, aber mit sechzeh brauchschd ja au no ed ofanga, gä.”

Ich rechne meine Fahrstunden übrigens nie in Stunden um, sondern in Euro. Eine kostet vierzig Euro, und zweihundert Euro habe ich schon verfahren. Man muss sich schließlich immer vor Augen halten, wie teuer der ganze Spaß ist (und wie viel man so beiseite legen muss, hmpfgrmbl).

Morgen um halb acht in der Früh geht’s schon wieder weiter, locker-lässig durch die City.

* Name von der Redaktion geändert, Anonymität und so.

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Serientechnisch konnte ich mich im Mai nicht entscheiden, mit was ich so weitermachen wollte – begonnen habe ich mit der ersten Folge The Walking Dead, Modern Family und den ersten beiden Folgen The IT Crowd. Ansonsten sah ich Prison Break (S01 E18-22 (komplett)), Gossip Girl (S02 E12-17), Mad Men (S03 E04-13 (komplett – was für ein Finale!)) und Big Bang Theory (S01 E01-06). Das macht 37 Folgen.

Filmtechnisch sah ich einen schlechten Horrorstreifen – Orphan – und mal wieder Sex and the City – Der Film.

Gelaufen bin ich auf Grund des Urlaubs und Krankheit – mal wieder – nicht viel: 32 Kilometer. Mit den Skates war ich nach langer Zeit auch mal wieder unterwegs: 21 Kilometer.

Ich hörte am meisten Daft Punk. Nicht das neue Album (das nach meiner bescheidenen Ansicht nicht so wirklich der Burner ist), sondern “Discovery”. Ansonsten die üblichen Verdächtigen, die Backstreet Boys (FANGIRL), Tegan and Sara, Yeah Yeah Yeahs, Christina Aguilera (WTF?), Depeche Mode, Elliott Smith, Britney Spears (FANGIRL), Sia und Muse.

Im Mai habe ich meine Theorieprüfung bestanden, am Donnerstag nächste Woche meine erste Fahrstunde, und auch so ist es schön anzusehen, wie das Geld für den Führerschein förmlich wegschmilzt. Ich habe nach meinem Peru-Urlaub endlich wieder Reis gegessen, war auf dem Holi Festival, habe mein Zimmer aufgeräumt (unbedingt notwendig!), und auch sonst war mein Leben sehr spektakulär.

Im Juni hoffe ich auf weniger Regen. Aber so wie’s aussieht, kann man sich das wahrscheinlich getrost in den Arsch schieben.

P. S.: Ich lud das Video direkt bei YouTube hoch und fügte den Sound im Nachhinein zu – falls sich jemand über den subtilen Ausklang wundert.

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Hallo, Freunde der Sonne.

Heute hatte ich um neun Uhr beim TÜV Süd in Stuttgart meine Theorieprüfung. Ich habe zuvor Tag und Nacht gelernt, und es hat sich rentiert: ich habe fast fehlerfrei bestanden. (Keine Ahnung, was falsch war – ich war so erfreut, dass ich schnurstracks aus dem Prüfungszimmer stürmte und mir einen Apfel zu einem Wucherpreis von fünfundsechzig Cent kaufte – Hauptbahnhof (tief), oh Du teures Pflaster.)

Anschließend war ich mittags mit meinen Kollegen T. und H. Im Rappen essen, wo die Spargel so groß waren, dass man sie glatt für Penissen halten konnte.

Und als final surprise schiss mir ein Vogel voll auf den Kopf.

Das war halb so eklig, wie es sich anhört (zumindest für mich, mein Kollege T. fängt da immer fast an zu kotzen). An dieser Stelle ein großes Dankeschön an H., die mir geholfen hat, den Scheiß aus den Haaren zu bekommen.

Um dieses Thema als Top-Thema auf Arbeit zu degradieren, lasse ich mich bald vom Fahrschul-Auto von der Arbeit abholen.

In diesem Sinne: allen einen schönen Abend.

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Als ich 1997 das erste Mal an einem PC saß und Visitenkarten mit “Arielles Druckstudio” gestaltete (ich war noch nicht so geübt, es war schwarze Schrift auf dunkelblauem Hintergrund) und zwei Jahre später anfing, mich mit Webseiten auseinanderzusetzen, war eigentlich schon abzusehen, wie ich später mein täglich Brot verdienen sollte.

In der neunten Klasse beschäftigten wir uns ausgiebig mit dem Thema Beruf und Bewerbung, und ich weiß noch, dass wir vier Stunden lang Zeit hatten, einen Test auszufüllen, der uns helfen sollte, den richtigen Beruf zu finden.
Es waren allerlei Fragen zu diversen Themen, zu unserer Person und unseren Hobbys. Schon damals beantwortete ich alle “Computerfragen” zu 100 % richtig, dann kombinierte die Auswertung meine “Kontaktfreudigkeit” von sagenhaften 4 % damit und schon kam als vorgeschlagener Beruf der Programmierer dabei heraus (wie klischeehaft).
Da meine Logik allerdings so ziemlich für den Arsch ist und neben dem gigantischen Computerwissen auch einen hohen Ausschlag bei “Kreativität” zu verzeichnen war – ich meine, es waren 84 % – verwarf ich das gleich wieder und nun ja, im Endeffekt wurde ich eben Mediengestalter.

Als ich 2007 meine Ausbildung begann, war das mit den digitalen Medien noch nicht besonders ausgereift, zumindest nicht in der Masse. Das spiegelte sich auch an den Schwerpunkten weiter: vier Klassen mit Schwerpunkt Print, eine mit Schwerpunkt Digital – meine Klasse. Damals machte man halt noch “Webseiten” – und für die meisten waren digitale Medien nicht mehr als eine “kleine IT-Abteilung”.

Auf Grund des Fakts, dass man es in diesem Bereich meistens mit Menschen zu tun hat, die ihr Hobby tatsächlich zum Beruf gemacht haben und sich dementsprechend sehr gut mit der Materie auskannten, hatten es die Lehrer nicht immer leicht, weil wir es einfach oft besser wussten. Das Niveau des Unterrichts war dementsprechend recht einfach, außer es ging um Theoriefragen, die eigentlich sowieso keinen interessierten (RGB-Werte in Hexadezimalzahlen umrechnen und solche Späße).

2007 lernte ich in meinem Ausbilungsbetrieb alle Programme aus der Adobe-Reihe – Photoshop beherrschte ich schon, hinzu kamen Illustrator, InDesign und Flash. Flash war damals noch ganz groß, und wir produzierten Flash-Image-Filme wie am Fließband. 2010, als ich meine Ausbilung erfolgreich abschloss, krähte kein Hahn mehr danach.

Als ich in meiner zweiten Agentur angestellt war, die sehr printorientiert war, erkannte ich, dass man selbst in solchen Läden den digitalen Aufschwung nicht mehr ignorieren konnte. Apps waren im Kommen, sogar der kleinste Kunde wollte eine Webseite und plötzlich benutzten alle soziale Netzwerke.
In dieser Zeit machte ich bis auf sehr wenige Ausnahmen nur noch Print und merkte, dass ich in Zukunft niemals mehr schwerpunktmäßig gedruckte Dinge entwerfen will. Es hat mich schlicht und einfach nicht glücklich gemacht, ganz im Gegenteil – sogar sehr unglücklich. Mir fehlte der schnelle Wandel, die neuen Techniken, das Neue-Dinge-Ausprobieren und vor allem: das Nicht-stehen-bleiben.

Ich weiß noch, als digitale Medien immer ein bisschen stiefbrüderlich zu den Printsachen behandelt wurden. Heutzutage sind sie gar nicht mehr aus dem Agenturleben wegzudenken, weil sich alles mehr in Richtung Online entwickelt und die Masse mitzieht: mit ihren Smartphones, mit ihren Tablets und den sozialen Netzwerken, in denen sie sich tummeln. Die digitale Landschaft entwickelt sich weiter, und somit erhöht sich auch der Nachwuchsbedarf, der in Sachen Digitalmedien gebraucht wird.

Mein Beruf wird eigentlich nie langweilig, einfach, weil es immer Neues gibt. Als ich mich in meiner neuen Agentur einarbeitete, beschäftigte ich mich nach langer Zeit wieder mit “aktuellen digitalen Themen” – mit responsive Design, also dem Optimieren einer Webseite für alle möglichen Endgeräte. Und natürlich mit Interface-Design, was Apps betrifft, und alles, was dazugehört. Alles neue Bereiche, die neue Herausforderungen schaffen, und somit meine Begeisterung, für das, was ich tue, fördern. Und das schöne ist: es bricht nicht ab.

Ich dachte vor über einem Jahr mal, dass dieser Beruf nicht das Richtige für mich sei. Heute lache ich mich für diesen Gedanken aus und sage: ein <3 für digitale Medien.

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