16 Uhr, auf dem Weg nach München mit dem ADAC-Postbus. WLAN, Strom – alles vorhanden. Und neben mir der halbe Yufka in der Tasche meiner Schwester, dessen Geruch immer wieder mal sanft rüberweht. Ich überlege mir, Chips für ‘nen Euro zu kaufen.

Heute Abend geht’s auf das “Tegan and Sara”-Konzert in die Theaterfabrik, und erst jetzt wird mir klar, wie sehr wir mit unseren neuen Kurzhaarschnitten optisch in die Zielgruppe passen. Hey, Klischee-Schublade!

Ansonsten ist nicht sehr viel geplant – da wir schon alles Wichtige in München gesehen haben, was man so gesehen haben muss, gehen wir morgen auf irgendeinen Friedhof. Wie so Gruftis. Danach backen wir Lebkuchen-Häuser.
Meine Mutter hat auch schon vorgeschlagen, mal wieder in ein Museum zu gehen – allerdings hab ich mich schmerzhaft daran zurück erinnert, als sie in der alten Pinakothek mal den Alarm auslöste, weil sie meinte, ein Gemälde anfassen zu müssen.

Da wir nun bald ankommen und ich bei dem Gewackel gleich über das iPad breche, werde ich mich emotional sowie körperlich langsam auf unsere Ankunft vorbereiten.
Ich wünsche allen ein schönes langes Wochenende – zumindest in Bayern und Baden-Württemberg. Dort weiß ich aus sicherer Quelle, dass morgen sicher frei ist.

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Blablabla: Ich habe das erste Mal einen Fernbus von Stuttgart nach München direkt gebucht – für 56 Euro (und zwei Personen). Das könnte die Bahn mit ihren Wucherpreisen jedenfalls für mich ablösen.

Ego: Hatte am Montag mal wieder die Idee, mich piercen zu lassen. Samstags wollte ich hin, allerdings bin ich, was Dinge betrifft, die ich unbedingt haben will, ziemlich ungeduldig. Somit bin ich Dienstag mittags zum Piercer meines Vertrauens und habe es einfach machen lassen. Seitdem bin ich stolze Besitzerin eines Snugs (ja, der Stecker wird noch kürzer).

Snug

Essen & Trinken: Seitdem sich unser Tagesrhythmus nach der großen Renovierungsphase eingependelt hat, essen wir nun regelmäßig und vor allem weniger Fast-Food-Shizzle (keine Zeit und Döner direkt im Haus ist einfach keine gute Kombi). Abends kocht in der Regel der Freund, dann essen wir gemütlich im Wohnzimmer am Esstisch und lassen den Tag Revue passieren – für mich eigentlich der wichtigste Moment des Tages.
Wir kochen dann auch so viel, dass ich was in die Agentur mitnehmen kann. Es ist nämlich ein bisschen ein Dilemma: Ich kann mittags einfach nicht immer die gleichen Dinge essen, und ich meine, es gibt hier schon eine gewisse Auswahl – aber wenn man ehrlich ist, landet man ein Mal pro Woche ja doch eben beim Döner, Metzger, Chinesen oder Pizza-Service und isst dort meist auch dasselbe.

Meinung: Es gibt introvertierte Menschen und extrovertierte Menschen. Irgendwann muss der Großteil der Menschen auch mal lernen, dass auch introvertierte Menschen so sein dürfen, wie sie sind, und dass das auch gut so ist. Nicht jeder muss das Talent haben, die Masse unterhalten zu können, schnell ins Gespräch zu kommen und Kontakte knüpfen zu wollen. Nicht jeder möchte das, und ja, wir sind auch so glücklich. Auch ohne viele Menschen um uns herum. Oder gerade deshalb.

Momentaufnahme: Ich backe gerade Brot. Vielleicht sollte ich mir mal eine Kastenform besorgen, eine gusseiserne Pfanne ist auf Dauer vielleicht nicht das richtige Behältnis. :liaf Schmeckt trotzdem fantastisch, das Rezept findet ihr hier.

Selbstgemachtes Brot

Musik: Neuestes Musik-Fundstück. Ich bin jetzt schon total high von dem Song.

Narf!: Die Frage, ob ich mir jetzt ein Auto hole, weil ich nun den Führerschein besitze, nervt ein bisschen. Seit wir beide in der Stadt wohnen, steht das Auto die meiste Zeit in der Garage, und ich würde mal behaupten, selbst im Raum Stuttgart braucht man für kleine Besorgungen und das Weggehen nicht unbedingt ein Auto. Also nee, ist nicht geplant. (Ganz allgemein muss ich mir das “Du kannst gar kein Auto fahren und kannst das deshalb nicht beurteilen”-Geschwätz glücklicherweise nicht mehr anhören – denn inzwischen kann ich fahren.)

Rückblende: Hatte am Dienstag meine erste Motorrad-Fahrstunde und war etwas desillusioniert, weil ich es mir doch etwas einfacher vorgestellt habe (“wie Fahrrad fahren, nur mit einem schwereren Gerät”, ähem), als es eigentlich ist. Prinzipiell hatte ich nie Angst vor dem Fahren, aber wenn man mal auf so einem Ding sitzt, denkt man sich dann schon so: oh. Jürgen* wollte mich immer wieder mal mit ‘nem Baseballschläger zusammenhauen, weil ich die Reihenfolge “Kupplung – Bremse – Beine runter” abwandle in “Beine runter – Kupplung – Bremsen”, weil die Angst, dass das Teil umfällt, schon präsent war.
Heute Morgen hatte ich das zweite Mal Unterricht, dem ich etwas skeptisch entgegen blickte, weil’s beim ersten Mal ja eher so semi-gut lief. Es war allerdings echt gediegen, Jürgen hat mich einfach mal machen lassen, und während der paar Stunden, die ich über den Wasen cruiste, entwickelte ich auch langsam aber sicher ein Gefühl für das Motorrad. Ich habe im Gegensatz zu Dienstag auch mal richtig Gas gegeben (krasse 50 km/h!) und fast ein paar Tauben überfahren.
Zum Schluss sind wir schon Slalom um die Hütchen gefahren und mir wurde überraschenderweise Talent zugesprochen (“Des sag I fae ed oft, dass jemand echt gut isch, gä, aber des Fahrgefühl hosch scho, woiß gar ed, warum Du di beim erschda Mol so og’schtellt hosch!”).

Serien: Momentan die zweite Staffel “Die Tudors” und erste Staffel “Nip Tuck”. Ich liebe beides. Geschichtliches ja sowieso (leider kenne ich halt nun die ganze Tudor-Geschichte schon, weil ich zu jedem Charakter die Biografie auf Wikipedia durchgelesen habe, hehehehe). “Gilmore Girls” läuft so nebenher und “Girls” habe ich leider an einem Abend durchgesuchtet. Ups.

Sport: Seitdem ich unter der Woche jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit unterwegs bin, ist’s nicht mehr so, dass ich danach noch ein großes Bedürfnis spüre, laufen zu gehen. :roll: Ich mach’s dann trotzdem – meist aber nur zwischen fünf und acht Kilometer, was völlig ausreicht. (Is’ ja nun auch kalt und so, da lockt’s mich nicht mehr so raus.) Im Fitness bin ich nun auch immer wieder zu finden, momentan ein Mal die Woche, wenn ich lustig bin, schaff ich’s am Wochenende immer wieder mal hin.

Wortwechsel: Ein Kellner, nach einem Besuch in einem italienischen Restaurant: “Ich musse sagen – Sie haben sooo schön die Haare! Die Farbe und die Schnitt! Steht ihnen fantastisch. Wissen Sie, es ist wie mit Fraue und die hohe Schuhe – manchen steht es, manchen nicht. Und so ist es bei Ihnen mit die Haare. Einfach bellissima!”

* Jürgen, der gar nicht Jürgen heißt, findet meinen neuen Haarschnitt übrigens klasse. “Nur die rode Hoor, die fend I emmer no ed guat. Aber Du musch ja damit rumlaufa.”

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Hallo Freunde der Sonne, ich denke mir nicht nur tolle Beitragstitel aus, ich trage die Haare jetzt auch noch kurz. Das ist fantastisch, weil man sich jeden Tag unglaublich viel Aufwand spart und überhaupt haben kurze Haare so viele Vorteile*, dass ich vor Glück weinen möchte (nicht nur, weil der letzte Haarschnitt schon über sechs Monate her ist und ich somit jeden Tag total verwahrlost pennerhaft durch die Gegend lief):

Kurzhaarfrisur ftw

Das ganze geschah recht spontan letzten Samstag mit meiner Schwester, die sich ihre langen Haare (und ich meine wirklich lang!) auch abschneiden ließ und je nach Styling wie ein Double von Justin Bieber aussieht.

* Alleine schon, dass man fürs Waschen und Föhnen ungefähr zehn Minuten braucht, ist ein Grund, jeden Tag glücklich zu sein.

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Der September war wirklich geprägt vom Umzug und den Renovierungsarbeiten – und nach einem Monat ist nun auch wirklich alles fertig renoviert, was renoviert werden musste und ist daher gänzlich unspektakulär.
Ich muss sagen, dass ich anfangs etwas Zweifel hatte, was die Wohnung angeht, aber jetzt, wo alles so fertig ist, bin ich wirklich sehr zufrieden und fühle mich wohl. An dieser Stelle danke ich nochmals allen, die uns unter die Arme gegriffen haben. :love:

Ach ja, natürlich auch ganz wichtig im September: Ich habe den Führerschein bestanden! :freu Da ich es zu Fahrschulzeiten schon zu drei Autos gebracht habe (und das nicht, weil ich alle nach und nach gegen die Wand gefahren habe), habe ich meine Liste um vier weitere Autos erweitert – vom Jeep über die arschlangsame B-Klasse bis zum 250-PS-Audi-TT war quasi alles dabei. (Sogar Automatik!) (Mit dem Audi fuhr ich auch gleich mal locker flockig 170 auf der Autobahn. Etwa eine Stunde lang. Dann fiel mir der rechte Fuß ab.)

Ansonsten, um mal zur Zusammenfassung itself zu kommen: Ich sah die Gilmore Girls (S01 E14–21 (komplett), S02 E01–04), Nip Tuck (S01 E01) und The Tudors (S01 E01-10 (komplett)). Mehr war im September leider nicht drin – macht aber trotzdem 22 Folgen.

Gelaufen bin ich 29 Kilometer, mit dem Rad war ich 44 Kilometer unterwegs. Nachdem ich mir wieder einen FitBit zugelegt habe, kann ich ab nächstem Monat auch wieder meine Schritte bzw. zu Fuß zurückgelegte Strecke erfassen. Und da’s in letzter Zeit a bissl kälter geworden ist, geht’s ab heute wieder ins Fitnesstudio. (Und die vier Stockwerke bis zur Wohnung tun übrigens auch ihren Rest.)

Musikalisch habe ich für den September neben tollen Sachen überwiegend ganz großen Trash zu bieten: Lady Gaga, Britney Spears, Tegan and Sara, Ellioth Smith, Zero 7, Woodkid, Backstreet Boys, Taylor Swift, Boy und Red Hot Chili Peppers. Ich sollte weniger Scheißmusik in meine Sportlisten schmeißen, dann wäre die Statistik nicht so schlimm (allerdings macht Sport zu trashiger Musik halt mehr Spaß).

Und als nächstes muss ich wirklich mal anfangen, meine ganzen Kisten auszuräumen. Jeden Tag wühle ich mich durch zig Kartons, um was zum Anziehen zu finden – das ist doch kein seriöser Zustand. Schließlich ist das jetzt eine Erwachsenen-Wohnung.

Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August

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In den vielen, viele Tagen, an denen ich nichts schrieb, ist natürlich viel passiert, schließlich führe ich ein aufregendes Leben.
Wir haben beispielsweise unseren Flur fertig verputzt und gestrichen, und ich sag Euch, das war eine Scheißarbeit, weil sich die Vormieter wohl dachten: “Hey, ich ziehe eine Tapete hoch! Und verputz drüber. Und mach das Gleiche gleich noch mal!” Der Staub vom Abschleifen ist jetzt noch nicht komplett weg, aber es wird, er sammelt sich immerhin nicht mehr zentimeterhoch in meinen Schuhen.

Wand

Am Samstag feierte ich mit Pisa P., Pela und Saskia ins 5-jährige Private-Pommes-Party-Jubiläum. Es war warm, aber weil’s so schön ist und weil wir’s konnten (nach einigen Versuchen ohne Anzünder, langsam verstehe ich die Daseinsberechtigung von Pfadfinder-Vereinen), schafften wir es irgendwann, das Feuer im Ofen zu entfachen* (klingt etwas übertrieben lyrisch). Und schwitzten uns somit einen ab. Aber hauptsache romantisch, Kerzenschein und so was.

PPP - 5 Jahre

Da ich das Wählen mit meiner Anmeldung im Bürgerbüro erledigte, musste ich sonntags nicht noch raus. Zum Ergebnis: Ich weiß zwar, dass Deutschland stockkonservativ ist, aber so? Rebelliert doch mal ein bisschen. (Das nächste Mal vielleicht nicht, indem ihr AfD wählt.)
Trotzdem: Nachdem jeder so rumgedruckst, sich geziert hat und nicht wusste, was er wählen sollte, war die Wahlbeteiligung immerhin höher als 2009. (Und die FDP ist draußen. Hahaha. Daraus ergibt sich, dass wir müssen wohl Ewigkeiten warten müssen, bis sich eine Regierung gebildet hat. Eher nicht so hahaha.)

Nach zig Wochen der Ausreden machte ich gestern auch endlich mal mein Fahrrad startklar, um damit zur Arbeit zu fahren. Ich dachte, so zwei, drei Kilometer und zehn Minuten – dat is’ ja kein Problem. Tatsächlich waren es knapp vier, ziemlich viele Ampeln, nicht zu vergessen die zig tausend Stuttgart-21-Baustellen, um die ich mich geschickt manövrieren musste. Am Feuersee bin ich dann fast in einen offenen Gulli gefahren, Himmelherrgott, ich bin so ungeschickt. Insgesamt 20 Minuten. Aber immerhin spare ich bisschen mehr als vier Euro jeden Tag. (Das macht pro Woche etwa zwanzig Euro und circa vierzig Kilometer mit dem Rad – das heißt, ich bleibe schlank und werde reich.)

Radweg

Am Freitag werde ich übrigens voraussichtlich das erste Mal mit dem wundervollen Audi TT fahren. Der Freund freut sich schon wie blöd und überlegt sich wahrscheinlich schon, wie er das am besten boykottieren kann, ohne dass es auf ihn zurückfällt. So lange sagt er mir Dinge wie: “Ein Fahranfänger sollte keinen Sportwagen fahren.” Ich werde Zuhause eine Phrasen-Kasse einführen. Wünscht mir Glück.

* Man sieht es nicht, aber das Holz brennt. (Verrußte Glasfront ftw.)

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Nachdem ich meinen Führerschein am Montag höchstpersönlich vom TÜV abholte (der blöde Prüfer hatte ihn nicht dabei, ich habe ihm fast die Augen ausgekratzt), bin ich abends natürlich noch schön durch die Gegend gecruist, von Stuttgart nach Ostfildern, zur alten Wohnung des Freundes, wo momentan sein Bruder und dessen Frau wohnen, die aus Kasachstan herkamen, um in Deutschland Urlaub zu machen (aber das nur nebenher).

Nachts durch Stuttgart zu fahren ist jetzt auch keine Kunst, einfach, weil kein Mensch unterwegs ist. Der Freund saß anfangs noch völlig verkrampft neben mir, allerdings hat er bald festgestellt, dass das Fahren mit mir gar nicht so schlimm ist (wie mit meiner Mutter beispielsweise – sorry, Mama!). Anfahren sowieso. Ich meine, wer seine Fahrstunden in Stuttgart macht, kennt sich im Stop-and-Go-Verkehr zu Hauptverkehrszeiten aus.

Jetzt glaubt er mir also endgültig, dass ich tatsächlich eine Fahrschule besucht habe, den Führerschein besitze (der nicht nur gut gephotoshopt und laminiert ist) – und Jürgen* nicht nur einer meiner unsichtbaren Freunde ist.

Heute Morgen jedoch würgte ich das Auto auf dem Weg nach oben aus der Tiefgarage ab und versuchte vergeblich anzufahren. Der Freund war sich ob des Wahrheitsgehaltes mit der Führerschein-Sache wieder sichtlich unsicher, erst recht, als er merkte, dass ich die ganze Zeit den dritten Gang drin hatte. (Etwas beeindruckt war er trotzdem, im dritten Gang anzufahren ist ja schon eine Kunst für sich, aber ihr wisst ja, Führerschein machen in Stuttgart und so …) Er fuhr also den steilen und engen Berg aus der Tiefgarage, weil ich dann völlig deprimiert war.

Ich war mir nach dem Rausfahren aus der Tiefgarage unsicher, ob er mich je wieder in das Auto einsteigen lässt, schließlich hat es lange gebraucht (na ja, etwa fünf Minuten), ihn zu überreden, dass ich auf der Heilbronner Straße – quasi eine der Hauptverkehrsadern – im morgendlichen Verkehr fahren darf.
Aber ich durfte. Und so fuhr ich in die Heilbronner Straße, über die Theodor-Heuss- (von Stuttgartern auch liebevoll “Theo” genannt) zur Rotebühlstraße, um mich selbst bei der Arbeit abzusetzen. Immer mit fuffzig auf der rechten Spur hinter dem LKW, aber gekonnt.

Bin nun so euphorisiert und überlege mir erntshaft, Krankwagenfahrer zu werden.

* Jürgen hat mal wieder Urlaub. Deswegen stehen die Motorradfahrstunden erst im Oktober wieder auf dem Plan.

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Führerschein

Auf dem Foto sehe ich megakrass bekifft aus, aber bestanden habe ich trotzdem – hooray!
Und wenn die Probezeit rum ist, werde ich auch schon dreißig, so schön.

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Der Monat begann serientechnisch eher ruhig, bis ich die achte Staffel Grey’s Anatomy kaufte. Ich sah also Gilmore Girl’s (S01 E09–13), Game of Thrones (S03 E07–10), Tell me you love me (S01 E01-03), Sex and the City (S01 E07–12) und finally die komplette achte Staffel Grey’s Anatomy (S08 E01–24). Das macht 42 Folgen.

Gelaufen bin ich den Monat wieder etwas weniger, einfach, weil genug anderes anstand – 38 Kilometer. Mit den Skates unterwegs war ich rund 14 Kilometer.

Ich hörte The Asteroids Galaxy Tour, Backstreet Boys, Santigold, Django Django, Queen, Taylor Swift, Elliott Smith, Red Hot Chili Peppers, Zero 7 und Nirvana. Dieses Mal nur bedingt trashig.

Ansonsten bin ich sehr viel am Renovieren und Umzugsplanen gewesen, außerdem habe ich meine Führerschein-Prüfung verkackt, habe mir beim Karaoke endlich einen Traum erfüllt und mehr schlecht als Recht Britneys Songs geträllert – und last but not least – bin ich am 31. August aus meiner WG im Stuttgarter Westen in den Norden gezogen.

Und für mehr war auch keine Zeit. Ich bin so busy, ich habe sogar soziale Kontakte vernachlässigt und wenig geduscht. Oh dear.

Februar | März | April | Mai | Juni | Juli

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Vegetarismus

Inzwischen ist es eigentlich recht selten geworden, dass ich zu meinem Nicht-Fleisch-Konsum befragt werde. Ist auch gut so, schließlich gliedert sich der Vegetarismus immer mehr in unsere Gesellschaft ein und ist daher auch nichts Ungewöhnliches mehr.

Wenn es doch mal vorkommt, dann antworte ich recht wahrheitsgemäß auf die Frage, warum ich kein Fleisch mehr esse: Ich war noch nie ein großer Fleischesser. Und warum ich dann schließlich komplett auf Fleisch verzichten wollte, hat viele Gründe: Zum Beispiel, dass Massentierhaltung an sich noch mehr zur Umweltverschmutzung beiträgt als der Verkehr, und dass ich es nicht in Ordnung finde – milde ausgedrückt – wie Tiere gehalten und behandelt werden, um anschließend gegessen zu werden. Gerade letzteres berührt mich ungemein, wenn man mal bedenkt, dass wir eigentlich diejenigen sind, die eine gewisse Verantwortung gegenüber anderen Wesen haben.

Gerade letzteres scheint als Argument für viele nicht zu gelten, denn es nicht absolut. Umweltverschmutzung ist Fakt, dass Menschen auf Grund unseres Fleischkonsums verhungern ist Fakt. Uns tun die Tiere Leid? Zu emotional. Und wenn das so wäre, dann dürfte ich ja auch keine Milchprodukte essen, müsste auf Eier verzichten und keine Lederschuhe tragen.

Ich bin generell der Ansicht, dass jeder selbst entscheidet, inwiefern er sich für bestimmte Dinge einsetzt und jeder damit unterschiedlich konsequent umgehen kann, wie er will (sowieso in allen Lebensbereichen). Überhaupt bin ich dafür, die Dinge einfach mehr positiv zu sehen.
Wenn mir jemand sagt, dass er ein Mal in der Woche auf Fleisch verzichtet, würde ich niemals auf die Idee kommen und sagen: “Das ist zu wenig. Wenn Du konsequent sein willst, musst Du noch viel mehr tun.” Sondern es begrüßen, dass sich jemand damit auseinandersetzt und etwas unternimmt.

Ich weiß auch nicht, warum alles absolut sein muss – es geht schließlich darum, sich bewusst zu sein, was man tut, sich kleine Ziele zu stecken, die man auch erreichen kann. Und wenn man merkt, dass man diese kleinen Ziele erreicht, ist es viel einfacher, auch weiter zu gehen – wenn man will.

Als ich begann, vegetarisch zu leben, reagierte ich auf Kritik sehr empfindlich, was auch logisch ist – denn wenn man sich für etwas einsetzt, ist man schließlich mit ganzem Herzen dabei. Ebenso, wenn man versuchte, mir meine Ideale schlecht zu reden.
Ich weiß natürlich auch, dass sich Emotionalität und Sachlichkeit meist nicht miteinander vertragen, zumindest nicht, wenn man nicht damit umzugehen weiß. Auf dieser Basis mit anderen zu diskutieren will gelernt sein. Und wenn man das nicht kann oder will – muss man eben lernen, zu ignorieren, weil man sonst ganz schnell in eine Ebene abdriftet, die der Diskussion mehr schadet, als dass sie alle zu einem Konsens bringt.

Ich habe festgestellt, dass viele, die mir vorwerfen, nicht konsequent genug zu sein, ihr schlechtes Gewissen wettmachen wollen, indem sie Menschen wie mir versuchen zu vermitteln, dass wir ja “auch nicht besser sind” – und der Grund, aus Tierliebe auf Fleisch zu verzichten, daher mehr oder weniger nichtig. Das ist falsch. Genau so wie diejenigen, die sich sehr streng an diese Lebensweise halten und meinen, mir ihren Lebensstil aufdrücken zu müssen.

Inzwischen ist es mir eigentlich egal, ob sich jemand daran stört, blöde Witze reißt oder auf Basis seines Halbwissens gegen meine Lebensweise argumentiert, weil ich mit dem, was ich tue, im Einklang bin. Im Endeffekt sagt es ja auch viel mehr über ihn aus, als über mich selbst.
Trotzdem würde ich mir wünschen, dass ab und zu mehr reflektiert und weniger schlecht geredet wird, als es eigentlich ist. Denn eines muss man sich schließlich vor Augen halten: Selbst wenn wir weniger tun, ist das mehr als nichts. Und das ist schon mal ein kleiner Anfang.

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Heute, als mir meine Kollegin H. erzählte, sie habe mir eine Postkarte geschrieben, fiel mir ein, dass ich zwar einen Post-Nachsendeantrag erstellt hatte, aber weder Klingel- noch Briefkasten-Schilder mit unseren Namen angebracht hatte.

Also erstellte ich kurzerhand welche, wobei ich auf folgende Problematik stieß:

  • Wie groß ist dieses blöde Schild eigentlich? Egal, gegoogelt und geschätzte Werte genommen, dabei zwei DIN-A4-Bögen mit je einem Klingeschild ausgedruckt, um möglichst viel Papier zu verschwenden und meine Karmapunkte zu minimieren.
  • Ich habe leider Gottes einen langen Nachnamen. Das ist immer sehr lästig gewesen, bei E-Mail-Adresse auf Arbeit oder beim Ausfüllen diverser Formulare. Oder bei Klingelschildern mit mehr als zwei Personen*.
  • Leider hat die bessere Hälfte auch einen sehr langen Nachnamen, weshalb ich das erste Mal einen Condensed-Schriftschnitt aus praktischen – und nicht aus designtechnischen – Gründen wählte.
  • Im Haus gibt es ein Klingelschild mit Einhorn-Design, das es unbedingt zu schlagen gilt. Um mich hier komplett austoben zu können, muss ich aber wirklich erst die genauen Maße wissen.
  • Vielleicht werde ich jahreszeitenabhängig Klingelschilder designen, das gewerbetechnisch ausbauen und dann Millionärin werden!
  • Unser Boiler geht noch nicht. Das hat zwar mit der Klingelschild-Problematik nichts zu tun, sollte aber trotzdem mal erwähnt werden**.

In diesem Sinne: Ich bin umgezogen!

* Meine Mitbewohnerin hat mich jahrelang mit falschem Namen an das Klingelschild gepinnt. Ich meine, einfach zwei Buchstaben weglassen ist schon okay, wenn’s knapp wird – kein Thema.
** Update: Unser Boiler geht jetzt wieder.

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