Da der Freund und ich acht Tage mit unseren Geburtstagen auseinanderliegen, liegt natürlich nichts ferner, als nicht miteinander zu feiern. Vor allem nicht, wenn es noch ein runder Geburtstag ist (was natürlich voll der Grund ist), und der Freund wieder einen Anfall von Wehmut bekommt, weil er nicht mehr so jung ist wie vor einem Jahr. Deshalb haben wir auf Samstag all unsere Freunde eingeladen, eingekauft, vorbereitet, gekocht und geputzt.

Ich fasse mal kurz zusammen:

  • Ich habe während der Party kein einziges Foto gemacht. Dafür haben mich andere morgens um vier gefilmt, wie ich Songs aus den 90ern trällere. Wahrscheinlich mehr schlecht als recht.*
  • Sekt ist auch so etwas, das die Leute immer mitbringen, aber nie trinken.
  • Der Nachbar kam irgendwann und drohte damit, unsere Türe einzutreten. Irgendwie war es wohl zu laut.
  • Ich habe einen Nintendo 3DS und Pokémon Y bekommen und vor allem niemals damit gerechnet. Überraschung vollkommen gelungen! :freu
  • Der Freund indes bekam Dinge zum Kochen und Lebensmittel (Pfeffermühle, Tee, Schneidebrett, Honig, Gewürze …). Das nenne ich mal einen fortschrittlichen Haushalt, der jegliche Mann-Frau-Klischees über den Haufen wirft!
  • Wahrscheinlich habe ich mal wieder viel zu viel Alkohol getrunken.
  • Ich trinke nie wieder Alkohol.
  • Bis Freitag, da ist Weihnachtsfeier.
  • Wir haben es geschafft die Essensmenge so zu konzipieren, das alles wegging. Wir sind Genies.
  • Gebe Dein Handy niemals betrunkenen Menschen.
  • Dafür habe ich völlig betrunken getwittert, morgens um fünf, vor dem Zu-Bett-Gehen. Nein, ich schäme mich nicht dafür, ganz im Gegenteil: Ich bin froh, die Rechtschreibung in so einem Zustand noch so super zu beherrschen.
  • Ich wachte das erste Mal um halb zehn auf und hatte schreckliche Kopfschmerzen. Ich dachte, ich sterbe, und das sagte ich auch unentwegt.
  • Der Freund kochte uns anschließend eine Gemüsesuppe. Dann schliefen wir weiter. Bis halb sechs. Und das war dann auch schon der Sonntag. :liaf

Jedenfalls vielen Dank an unsere Gäste, die uns noch Salat, Kuchen oder leckeren Nachtisch beigesteuert haben. Die Reste hiervon gab es gestern Abend noch zu The Walking Dead, bekanntlich schmeckt Essen zu Gemetzel-Szenen ja immer am besten.

Immer wieder schön, mit den Besten aller Besten zu feiern. :love:

* Warum müssen Leute so was eigentlich immer filmen – kann man nicht einfach mal in Ruhe peinlich sein? -.-

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The Walking Dead, Staffel 1: ✯✯✯✯✯✫
Genre: Drama/Horror.

Sheriff Rick Grimes wacht, nachdem er bei einem Einsatz angeschossen wurde, in einem Krankenhaus auf – alles um ihn herum ist wie ausgestorben. Bald stellt er fest, dass die Welt nach einer Zombie-Apokalypse nicht mehr so ist, wie sie mal war – sie wird von “Beißern” bevölkert, die alles ausrotten, was ihnen in den Weg kommt. Er und mehrere andere Charaktere finden zusammen und versuchen schlichtweg, zu überleben.

Die Story von The Walking Dead mag etwas langweilig klingen. Und wer hier viel Action erwartet, wird vielleicht doch enttäuscht – denn es geht in erster Linie nicht primär um das Abmetzeln von Zombies, sondern um das Zwischenmenschliche einer Gruppe von Menschen in einer zerrütteten Welt. Man kann sagen: Es gibt eine Grundhandlung, in der sich die Geschichten der einzelnen Menschen integriert: wie sie zusammenfinden, wie sie sich verhalten, untereinander, unter extremen Bedingungen. Wer so was mag, wird bei der Serie auf seine Kosten kommen.
Das Ganze erinnert mich übrigens ein bisschen an LOST, ist ja im Grunde dieselbe Situation, nur eine andere Kulisse. Nur dass The Walking Dead – finde ich – etwas flacher ist: die Charaktere sind gefühlt nicht ganz so ausgereift und die kleinen Handlungen beginnen und enden manchmal auch etwas abprubt.

Kurz gesagt: Gute Unterhaltung mit a little bit of Drama, Zombies, und nicht so blutig, wie man es sich von der “Ab 18″-Version vorstellt.

Skins, Staffel 1: ✯✯✯✯✫✫
Genre: Drama/Jugendserie.

Skins dreht es sich um eine Clique von Teenagern und deren Leben – und mehr kann man als allgemeine Beschreibung gar nicht hinzufügen. Skins geht, wie der Titel schon sagt, etwas tiefer: jeder Charakter wird in einer Episode ausführlich dargestellt, jeder Charakter wirkt nach außen ganz anders, als er eigentlich ist. Und das ist eigentlich das, was die Serie erst spannend macht. Man versteht nämlich erst nach und nach, warum die Charaktere sind, wie sie sind, und wieso das Zusammenspiel der völlig unterschiedlichen Menschen eigentlich funktioniert.

Natürlich geht es in Skins in erster Linie auch um die typischen Dinge wie Liebe, Sex und Freundschaft. Und manchmal schaut man sich das an und denkt: “Scheiße, ist das deep!” Aber auch nicht so deep, dass man sich danach deprimiert fühlt. Es ist anders, als jede Teenie-Serie, die ich gesehen habe, weil man sich das anschauen kann, ohne ständig die Hände über den Kopf zusammenschlagen zu müssen. Die Serie schaffte es zwar nicht in mein Herz, aber ich fühlte mich bestens unterhalten.

Kurz gesagt: Teenie-Serie mit Tiefgang und tollen Charakteren.

The Borgias, Staffel 1: ✯✯✯✫✫✫
Genre: Drama/Historisch.

Papst Innozenz stirbt, und Kardinal Rodrigo Borgia möchte unbedingt sein Nachfolger werden. Er schafft es mit Hilfe seiner Söhne, Cesare und Juan, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die Mehrheit zu erlangen (natürlich mit nicht ganz fairen Mitteln). Das passt nicht jedem – und mit dem Besteigen des Stuhls wächst auch die Feindseligkeit gegenüber dem neuen Papst Alexander VI., der alle Mittel nutzen muss, um auch Papst zu bleiben.

Nach The Tudors nun die Borgias. Was soll ich sagen: Ich mag die Serie, aber sie fesselt mich weniger, als ich gedacht habe. Ich weiß nicht recht, an was es liegt: die Schauspieler sind toll, die Kostüme super, aber irgendwie hat es mich noch nicht so richtig ergriffen. Vielleicht liegt es auch an der Geschichte … ich habe keine Ahnung. Vielleicht wird es mit der nächsten Staffel besser.

Kurz gesagt: Der Papst, Rom, Intrigen, Liebe und Macht.

Alle bisher bewerteten Serien findet ihr hier. (Wächst stetig.)

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Neulich fragte mich eine Freundin, was ich an Silvester bisher immer so gemacht habe. Das ist eigentlich recht einfach: Bis zu meinem einundzwanzigsten Lebensjahr feierte ich Silvester meistens zu Hause, mit meiner Familie. Meistens gab es Fondue, und ich trank ausnahmsweise ein Glas Sekt zum Anstoßen, weil ich bis dato keinen Alkohol trank. (Außer damals an Silvester, ich muss achtzehn oder neunzehn gewesen sein, als ich mit R. 15 Tequila trank ohne wirklich dicht zu werden. Sie hingegen war aber schon hackevoll. Keine Ahnung, wie ich das gemacht habe, wohl Talent.)
Was ich nach meinem Auszug so getrieben habe, ist unterschiedlich und wahrscheinlich auch weniger spektakulär. Trotzdem, entgegen jeglicher Ratschläge, um mein Image nicht zu zerstören, habe ich die Silvesternächste nach meinem Auszug aus dem Elternhaus mal Revue passieren lassen.

Silvester 2008: Mein damaliger Freund und ich haben eine Busfahrt nach Amsterdam und zurück gebucht und wollten dort gemütlich Silvester feiern. Das Resultat war, dass ich das erste Mal Pilze nahm und dachte, ich säße mitten in einem großen Orchester, weil ich über Kopfhörer gerade Beethoven hörte. Außerdem weinte und lachte ich abwechselnd, immer so im Fünf-Minuten-Takt. Das war anstrengend, daraufhin aß ich einen Hanf-Kuchen. Auf dem Rückweg haben wir auch noch einen Mitreisenden auf irgendeinem Rasthof vergessen. Das merkte sein Kumpel und Nebensitzer aber erst eine halbe Stunde später, weil er davor zu stoned war – die Rückfahrt dauerte dementsprechend etwas länger und der Busfahrer war irgendwann auch irre gut drauf.

Silvester 2009: Feierte ich in Stuttgart, im Besitos. Man muss dazu sagen, dass Silvester in Stuttgart wie Krieg ist und man den Schlossplatz danach theoretisch auch neu aufbauen könnte. Dass ich alle Gliedmaßen behalten habe, war höchstes Glück. Dafür gingen ein paar Gehirnzellen drauf.

Silvester 2010: Oh, ich erinnere mich daran, das war schlimm. Also, so gefühlstechnisch. Liebeskummer deluxe – einfach eine tolle Grundlage, um mit zwei meiner Freundinnen in meiner 24-Quadratmeter-Bude in Bad Cannstatt zu feiern. (Immerhin ging es ihnen ähnlich, das machte alles einfacher.)
Ich meine: wir spielten Trink-Spiele, die nicht betrunken machten, mit einer Ananas, die wir vermenschlichten! (Wir waren echt nicht betrunken.) Und gegen Mitternacht erhielten wir “2010 kann ja nur besser werden als 2009″-SMS, worauf wir den Schoko-Brunnen anwarfen, und die Schokolade ohne zu schmelzen in den Schokobrunnen warfen, was ein bisschen wie Durchfall aussah. Irgendwann zündeten wir Wunderkerzen an, im Hintergrund lief ABBAs “Dancing Queen” (davon gibt es ein Video). Zum Einschlafen schauten wir die Chipmunks-Filme. Ja. Beide Teile.

Silvester 2011: War eher etwas unspektakulär – ich feierte zu Hause, bei meiner Familie. Nach zig Glühwein nach Mitternacht bei Freunden weinten wir irgendwie alle, weil mein Bruder für ein Jahr nach Kenia ging, und wir ihn wohl schmerzlich vermissen würden. Das war sehr emotional, er kam aber tatsächlich heil wieder zurück.

Silvester 2012: Feierte ich auch zu Hause, dieses Mal aber featuring geile Magen-Darm-Grippe. Nachdem ich ins Waschbecken gekotzt habe, schaffte ich es tatsächlich auch bis zum Marktplatz, worauf ich mit Sekt anstieß und danach wieder kotzte, dieses Mal auf den Marktplatz.

Silvester 2013: Feierte ich mit meiner besten Freundin R. und ihrer Familie. Es gab Feuerzwangenbowle, Raclette und dieses Mal hatte R. die Magen-Darm-Grippe – deswegen lag sie dann irgendwann flach auf dem Sofa und erfreute sich ihres Kamillentees. Ich erinnere mich noch dunkel, mit ihrem Mann und ihrer Schwester Karten gespielt zu haben, so mit “wer verliert muss trinken”. Mein Talent für Kartenspiele konnte man wahrscheinlich an meinem Pegel erahnen.

Dieses Silvester feier ich mit der lieben Pisa P. Pläne hatten wir schon viele: wegfahren, daheim bleiben, wieder wegfahren, Wellness-Hotel, Domino spielen oder vielleicht sogar häkeln und parallel dazu Rosamunde Pilcher schauen. Was es tatsächlich wird, verrate ich Euch dann nächstes Jahr.

Cheers!

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Der November lässt sich zusammenfassend so beschreiben: Angina. Die Scheiße quält mich jetzt noch mit leichtem Reizhusten, deshalb waren sportliche Aktivitäten erst mal tabu und ich saß mir auf der Couch den dicken Hintern platt.

Folgenden Aktivitäten ging ich nach, weil mir irgendwann langweilig war:

  • Ich lernte alle Länder Europas und die zugehörigen Hauptstädte.
  • Auch die Nordamerikas.
  • Und Afrika.
  • Dazwischen spielte ich immer wieder die Rote-Pokémon-Edition.
  • Dann wurde ich gesund.

Jedenfalls bin ich jetzt wahrschenlich schlauer als im Oktober.

Gesehen habe ich während meiner Krankheitsphase:

  • The Tudors (S03 E4-10 (komplett), S04 E01-10 (komplett))
  • Die Säulen der Erde (Mini Serie mit vier Folgen à 100 Minuten (komplett))
  • Nip/Tuck (S01 E09-13 (komplett))
  • Skins (S01 E01-10 (komplett))
  • The Borgias (S01 E01-03)

Das macht 35 Folgen plus die gefühlten jahrhundertlangen Episoden von Die Säulen der Erde. Außerdem war ich nach Jahren mal wieder im Kino und sah Gravity, was mich ziemlich arm machte. Wenigstens war der Film ganz okay.

Mit dem Rad unterwegs war ich 36 Kilometer. Inzwischen steht das Rad im Keller, die Chance auf die Fresse zu fallen oder unterwegs einzufrieren ist jetzt einfach viel zu groß. Gelaufen bin ich sensationelle 7 Kilometer und so zu Fuß unterwegs (ohne das Laufen) war ich insgesamt etwa 120 Kilometer unterwegs (ohne die vier Tage in Prag). Wie oft ich im Fitnesstudio war, weiß ich gar nicht mehr – nicht oft, immerhin ein Mal mit Rock.

Das Motorradfahren ist auch erst mal auf das Frühjahr verschoben und sonst ist der Dezember vollgepackt mit vielen lustigen Sachen: letztes Wochenende feierte der Freund seinen Runden Geburtstag, weshalb wir spontan übers Wochenende nach Prag gefahren sind. Bald folgt mein Geburtstag, die Geburtstagsfeier hierzu, und dann ist auch schon Weihnachten und es geht ab nach Hause. Was ich an Silvester mache, ist noch offen: irgendwie und irgendwo irgendwas mit der lieben Pisa P. Ich lasse mich überraschen.

Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober

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Die letzten Tage widmete ich mich mal wieder Dingen, denen ich schon länger nicht nachkam. Vorgestern war ich beispielsweise nach einem Monat mal wieder im Fitnesstudio, nachdem ich die Angina halbwegs besiegt hatte und mich wieder fit genug fühlte, eine Flasche Sprudel zu tragen, ohne die Furcht, sie könne mich nach unten ziehen und ich mich nie wieder aufraffen. Somit packte ich am Tag zuvor alles ein, was ich brauchte, die unterschwellige Angst, wieder im Rock trainieren zu müssen, weil ich die Sporthose vergessen habe, ist einfach noch zu präsent.

Im Fitnessstudio angekommen zog ich mich um, wärmte mich zehn Minuten auf dem Crosstrainer auf und setzte mich an das erste Gerät, das meine komplette Beinmuskulatur trainieren soll. Zur Sicherheit setze ich das Gewicht wieder fünf Pfund runter, nach so langer Zeit der Fitnessstudio-Abstinenz ist die Gefahr zu groß, dass mir das Brett, das ich von meinem Körper ja eigentlich wegdrücke, in der Fresse hängt.

Ich bin übrigens sehr konzentriert, wenn ich Kraftsport mache. Ich kann da beispielsweise keine Musik nebenher hören – und ich schließe beim Trainieren sogar die Augen, weil ich mich dann besser auf meinen Körper und das alles fixieren kann. Das sieht doof aus, aber hilft.
Zu dem Zeitpunkt hat das leider nicht funktioniert, weil direkt neben mir drei Mädels meine zenartige Konzentration störten. “Man, Alter, kannsch Dich doch da net so reinsetzen, bisch blöd oder was?” Eine davon trainierte neben mir, und während ich mühsam und langsam, weil effektiv, das Gewicht vor und zurückdrücke, hat sie schon zehn Züge gemacht. “Mensch, Dein Gewicht isch auch viel zu low, kann ja jeder das machen. Soll ich Dir mal zeigen, wie das geht.” Und als die eine sich fast an einem Gerät köpfte und trotzdem noch den Mut hatte, das nächste zu benutzen, tat ich das, was ein pflichtbewusster Bürger tun muss: ich petzte. Danach hatte ich meine Ruhe.

Gestern Abend war es keineswegs angenehmer, ich kämpfte mich nämlich durch Xaver (nicht so schlimm wie in Hamburg, aber nah dran!) zum Friseur, bei dem ich mir noch mehr Haare abschneiden ließ, als zuvor.
Meine Friseurin, Veronica, liebt mich sowieso, weil ich auf ihre Fragen meistens mit “Mach einfach, wie Du denkst!” antworte, und sie dann rumschnippelt wie eine Weltmeistern, und das kann sie gut.
“Es ist jetzt schon deutlich kürzer”, sagte sie während des Schneidens, “Du siehst nicht mehr so niedlich aus wie davor, aber trotzdem steht Dir das total super.” Ich nickte bestätigend, seh ja noch nix, weil ich ohne Brille auf der Nase verdammt noch mal blind bin. “Eher sogar etwas erwachsener.” Und ich füge hinzu: “Vielleicht kann ich jetzt endlich ohne Personalausweis Alkohol kaufen gehen.”

Sie verabschiedete mich mit den Worten: “Ich hätte nicht gedacht, dass da noch mehr abkommt.”
Ich entgegnete: “Nächstes Mal Glatze.”

Mein Tag endete mit einem leckeren Essen mit Diana am Olgaeck bei Tapas und einem Getränk, das ich nicht erwähnen werde, weil das meiner Reputation schaden würde. Und heute werde ich einfach gar nichts tun, damit ich die nächsten vier freien Tage kräftig durchfeiern kann.

In diesem Sinne: schlafen, essen, trinken, feiern.

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Hallo, Freunde der Sonne. Ich sende Euch viele Grüße aus Prag – wo ich von Freitag bis morgen sozusagen ein verlängertes Wochenende bleiben werde, um den Geburtstag des Freundes zu feiern, möglichst viel zu essen und möglichst wenig zu sehen (wahrscheinlich).

Zwischen Weißwein, Mittagsschlaf und meinem baldigen Abendessen in einer Jazz Bar habe ich Helmuts Stöckchen beantwortet, das Themen thematisiert, die eben “gar nicht gehen”. (Bevor ich wieder zu berauscht bin – in Tschechien trinkt man Schnaps nämlich in 4-cl-Mengen.)

“Das geht gar nicht” in Bezug auf Essen.
Ich bin ein Genussmensch und esse total ungerne mit Leuten, die ihr Essen so schnell und gierig essen, dass man glaubt, demnächst breche der Krieg aus. Zudem esse ich total ungern vor dem Fernseher – essen ist für mich ein Gesellschaftsding und macht man “nicht so nebenher”. Like a Spießer.

“Das geht gar nicht” in Bezug auf Klamotten.
Ich finde, dass Crocs und Ugg Boots die hässlichsten Schuhe der Welt sind.

“Das geht gar nicht” in Bezug auf Musik.
Musik ist Geschmackssache. Ich persönlich freue mich immer, wenn jemand Musik auch abseits des täglichen Radio-Gedüdels hört und bei dem Thema einfach ein bisschen “tiefer” geht als nur an der Oberfläche zu kratzen. Zudem geht mir die Eintönigkeit in den Charts irgendwann auf den Zeiger.

“Das geht gar nicht” in Bezug auf Duft.
Parfumschwaden. Und der Geruch von Leber, die gerade anbrät. Kindheitstrauma.

“Das geht gar nicht” in Bezug auf Jahreszeit.
Ich mag keine extremen Jahreszeiten, deswegen bin ich Freund des Frühlings und des Herbsts. Der Frühling hat es mir allerdings etwas mehr angetan, da es einfach schön ist, wenn die Natur wieder zum Leben erwacht. (Das ist tatsächlich die erste spontane und unzensierte Version der Antwort. Morgen schreibe ich wahrscheinlich ein Gedicht über das Glitzern des Schnees und den schmilzenden Tau in der Sonne.)

“Das geht gar nicht” in Bezug auf Süßigkeiten.
Ich bin tatsächlich kein großer Fan von Süßigkeiten, vor allem nicht, was Marzipan, Vanille oder Schokolade betrifft. (Ich werde deshalb liebevoll “Emo-Jenny” genannt, dabei esse ich sogar Schokolade. Manchmal. Wenn ich mal wieder geistig umnachtet bin und meine Gelüste nicht im Griff hab.)

“Das geht gar nicht” in Bezug auf YouTube.
Was nervt, sind die GEMA-Einschränkungen – was allerdings mehr ein GEMA- als Youtube-Problem ist.

“Das geht gar nicht” in Bezug auf McDonald’s.
McDonald’s ist seit meinem ärmlichen Vegetarier-Leben eher so an letzter Stelle gerückt – alle ein, zwei Monate verirre ich mich zwar dort hin, allerdings nur um anschließend zu denken: “Scheiße, warum zur Hölle bin ich eigentlich hier?”

“Das geht gar nicht” in Bezug auf Personen.
Stammtisch-Geschwätz, was konkret bedeutet: alles nachzureden, was man gerade so gehört hat, ohne zu reflektieren. Man kann nicht deutlicher signalisieren, dass man keine Ahnung hat.

“Das geht gar nicht” in Bezug auf öffentliche Personen.
Öffentliche Personen sind mir prinzipiell egal.

“Das geht gar nicht” in Bezug auf Haare.
Abgesehen von meinen sind mir andere Haare egal. Und meine sind super, nur hätten sie mal wieder dringend einen Friseur nötig. -.-

“Das geht gar nicht” in Bezug auf Party.
Langweiliger Smalltalk mit Menschen, die mich nicht interessieren.

“Das geht gar nicht” in Bezug auf Auto.
Fahrer, die offensichtlich nicht wissen, wo sich der Blinker befindet. Wesentlich mehr kann ich hierzu gar nicht beitragen, bin ja blutiger Anfänger. Wahrscheinlich regen sich andere mehr über mich auf, als ich mich über sie. :roll:

“Das geht gar nicht” in Bezug auf Eltern.
Eltern, die ihren Kindern sogar im Erwachsenenalter alles nachtragen und tun und machen, dass sie sich gar nicht gezwungen sehen, endlich mal selbstständig zu werden.

“Das geht gar nicht” in Bezug auf Instagram.
Eine Millionen Hashtags. Come on.

Ich werfe das Stöckchen an alle weiter, die Lust darauf haben.

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The Tudors, Staffel 1: ✯✯✯✯✯✯
Genre: Historisch/Fiktional.

England, 1518: Es ist Herrschaftszeit Heinrich des VIII., König von England. Er verliebt sich in die junge Anne Boleyn, und wirbt um ihre Gunst. Das Problem: Heinrich ist mit Katharina von Aragón verheiratet, die ihm nicht mal einen Sohn schenkte – lediglich eine Tochter, Mary. Er will die Scheidung, doch der Papst ist damit nicht ganz einverstanden.

Ich bin ein großer Fan von Kostüm-Serien und -Filmen – und diese Serie ist so toll produziert worden: die Kleidung, Frisuren, Kulissen; die Schauspieler und Dialoge – nichts wirkt inszeniert, überflüssig oder überzogen. Außerdem wird der jähzornige und gleichzeitig verletzliche Charakter des Heinrichs des VIII. so authentisch von Jonathan Rhys Meyers gespielt, dass man ihn einfach lieben muss – trotz all seiner Fehler.

Kurz gesagt: Sex, Macht, Intrigen und Liebe – what else. Absolut empfehlenswert! #fangirl

Nip/Tuck, Staffel 1: ✯✯✯✫✫✫
Genre: Drama, Schwarzer Humor, Arztserie.

Dr. Christian Troy und Dr. Sean McNamara betrieben eine Arztpraxis für Schönheitschirurgie in Miami, sind Partner und könnten unterschiedlicher nicht sein: Christian, der Loverboy und Mann, der für eine langfristige Beziehung mit einer Frau nicht geschaffen zu sein scheint und der eher unselbstbewusste Sean, verheiratet mit Julia, aus deren Ehe zwei Kinder hervorgegangen sind und der Haussegen momentan etwas schief hängt. Alles beginnt etwas brenzlig zu werden, als beide in die Drogengeschäfte zwischen zwei Drogendealern geraten – und auch privat läuft es nicht immer so, wie es soll.

Nip/Tuck ist eine etwas andere Ärzte-Serie – weshalb ich sie mir besorgte. Allerdings muss ich sagen, dass ich nie richtig in die Geschichte hineingewachsen bin und sich das Anschauen der ersten Staffel über mehrere Wochen zog. Ich kann nicht direkt sagen, an was es lag: ich wurde einfach nicht warm mit der Story und den Charakteren – weder mit der der Praxis noch mit den Geschichten und Schicksalen der Menschen. Ich würde auch nicht sagen, dass ich ein Problem mit Gewaltszenen hätte, hier waren sie aber auf eine Art und Weise präsent (wenn auch nur subtil), dass mir beim Schauen einfach unwohl war – mit den kurzen Detailaufnahmen der Operationsszenen hatte ich allerdings keine Probleme (bisschen Blut und so, Geschnippel, hach ja).

Kurz gesagt: Sex, Gewalt, Drogen, Klischees und Oberflächlichkeiten vor prächtiger Strand-Kulisse.

Gossip Girl, Staffel 1: ✯✯✫✫✫✫
Genre: Drama, Jugendserie.

Die Serie handelt vom Leben verschiedener – meist wohlhabender – Teenager der “Upper East Side”, die von Gossip Girl, einer Bloggerin, von der keiner weiß, wer sie ist, kommentiert werden. Berichtet wird über deren Leben in puncto Liebe, Betrug, Freundschaft und Drogen – und beeinflusst deren Leben natürlich massiv, weil Gerüchte und VIP und so, you know. Im Mittelpunkt stehen Serena van der Woodsen, Blair Waldorf, Nate Archiebald, Chuck Bass und Daniel Humphrey.

Jaaa, ich gebe zu, ich schaue gerne mal Teenie-Shizzle, und es gibt da definitiv viel Gutes – Gossip Girl gehört für mich jetzt nicht unbedingt dazu. Zu überzogen, zu viele “Ja, looogisch, klaaaar!”-Momente und oft einfach absolut nervtötend. Ich habe es bis zum Anfang der dritten Staffel geschafft, dann musste ich meine Nerven einfach mal entspannen. Wobei ich zugeben muss, dass mich die erste Staffel recht gut unterhalten hat – wenn auch eher auf unterem Niveau.

Kurz gesagt: Liebe, Freunschaft, Teenies, die zu viel Geld haben und sich ständig selber Probleme machen.

Alle bisher bewerteten Serien findet ihr hier. (Wächst stetig.)

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Hallo Freunde des Herbstes,

hier war es die letzten Tage etwas still, was daran lag, dass ich eine Angina hatte (und nicht erst, wie ich dachte, “nur Halsschmerzen”). Ich litt fürchterliche Höllenqualen, und wenn ich das so schreibe, dann meine ich das auch so – ich bin im Jammern nämlich furchtbar gut.

Nachdem ich mich am Freitag arbeitstechnisch schon krank meldete, und es am Montag darauf nicht besser wurde, ging ich am Dienstagmorgen zum Arzt. Es war ein neuer und recht junger Arzt, was wahrscheinlich auch erklärt, weshalb ich nur fünf Minuten im Wartezimmer warten musste.
Er stocherte mir ein bisschen mit dem Holzstäbchen im Rachen herum, bis ich ihn irgendwann bat, damit aufzuhören, weil ich ihm sonst wahrscheinlich über die Hand brechen würde und überhaupt, dass das mit den Halsschmerzen und dem Reizhusten nicht so der Knüller wäre. Er diagnostizierte schließlich die oben erwähnte Angina, was mir zehn Tage Antibiotika einbrachte und den Zustand nicht wirklich verbesserte. Aber anscheinend kann eine Angina aufs Herz gehen (was irgendwie alle wissen, nur ich nicht), deshalb.

Inzwischen, nach fast zwei Wochen, bin ich ganz ordentlich genesen; bisschen Halsschmerzen und Reizhusten und so was, aber sonst geht’s und ich breche mir keinen mehr ab, wenn ich mich mehr als zehn Meter fortbewege (oder es tatsächlich mal aus dem Bett schaffe).
Das Rad habe ich in den Keller verbannt, das Motorradfahren aufs Frühjahr verschoben und mir wider Willen eine Monatskarte gekauft (man glaubt gar nicht, wie sehr man Schwabe wird, wenn man es mal gewohnt ist, die Bahn nie benutzen zu müssen).

Ansonsten habe ich meinen restlichen Urlaub auf ein paar Dezembertage und Weihnachten gelegt. Was so alles übrig bleibt, wenn nur zwei Wochen im Urlaub war, ey – deshalb fahren wir über das erste Dezember-Wochenende nach Prag, um den runden Geburtstag des Freundes dort zu feiern. Vielleicht sollte ich noch etwas Tschechisch lernen.
An meinem Geburtstag, der sensationellerweise auf einen Montag fällt, habe ich mir den Montag itself und den Dienstag freigenommen, falls ich auf die Idee komme, hart zu feiern – was wahrscheinlich bedeuten würde, dass ich stockbesoffen bin und alle anderen nüchtern, weil ich als einizige am nächsten Tag frei habe. Ich zähle in diesem Fall auf meinen studierenden Bruder, ehemals Bier-Minister. (Anscheinend gibt es solche Ämter an der Uni.)
Unser beider Geburtstagsparty jedenfalls, so ganz groß und toll, findet sonst am 14. Dezember statt. Ich wünsche mir übrigens einen Nintendo 3DS und Pokémon X oder Y.

Das waren auch schon die wichtigsten Meldungen zusammengefasst in einem Beitrag. Ich wollte in den letzten Tagen eigentlich schon dauernd immer wieder was bloggen, bleibe aber doch dann an dem ekelhaften Pärchen-Shizzle hängen. Zusammen fernsehen, lesen, essen und schlafen. Schlimm.

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Es gibt Dinge, die sollte die Menschheit testen. Jedenfalls dachte ich mir das gestern, als ich meine Trainingshose vergaß – und ich muss sagen: ein pinker Rock und schwarze Strumpfhosen geben einem nicht gerade das Gefühl von sportlicher Eleganz. Auch nicht, wenn man ein schwarzes Funktionsshirt und Turnschuhe dazu trägt.

Ich habe mich also schweren Herzens für Euch aufgeopfert, um zu testen, wie es so ist, im Rock zu trainieren – für alle, die das schon immer mal probieren wollten oder schon mit dem Gedanken gespielt haben.

Im Fitnessstudio

Hierzu kann ich folgendes sagen:

  • Der Tragekomfort ist nicht so der Knüller, weil einem der Rock je nach Trainingsgerät irgendwo hinrutscht, wo er nicht hingehört oder unbequem an der Hüfte rumeiert. Die Beinfreiheit ist zudem ziemlich eingeschränkt.
  • Man sieht es auf dem Bild zwar nicht, aber ich trug auch noch weiß-rot gestreifte Ringelsocken zu Rock und Turnschuhen. Ich würde sagen: Stilbruch auf ganzer Linie.
  • Die Leute schauen Dich unglaublich blöd an. Wer kann es ihnen verübeln.
  • Ich würde eine blickdichte oder schwarze Strumpfhose als Sichtschutz empfehlen, wer etwas diskreter mit Rock trainieren will.
  • Kleiner Vorteil: Man ist schneller umgezogen. Vor dem Sport und danach auch.

Mein Fazit: Ist jetzt nicht der hot shit.
Ich vergebe somit: Einen von fünf Sternen.

You’re welcome.

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Da das mit dem Video-Export und der Ein-Sekunden-Video-App bis zu meinem Rechner diesen Monat nicht so funktioniert hat, beschloss ich, den Rückblick selber zu schnippeln. Das hat zwei tolle Vorteile: Ich kann mein Video auch in HD hochladen und es hat natürlich auch mehr Möglichkeiten bezüglich des Aufbaus und der Gestaltung.
Da meine Roh-Videos alle knapp zwei bis drei Sekunden lang sind (weil logischerweise angedacht für das “Eine Sekunde pro Tag”-Video), ist das noch nicht so der Knüller – ist aber ja alles ausbaufähig.

Jedenfalls: done with much ♥

Im Oktober ging’s wieder ruhiger zu – seit zwei Monaten wohne ich nun im überwiegend hässlichen Stuttgart-Nord und bin dort aber trotz Hässlichkeit total happy (man gewöhnt sich schließlich an alles). Ich ließ mir einen Kurzhaarschnitt verpassen, einen neuen Piercing, buk Brot und Muffins (wtf, ich mutiere zur Hausfrau) und begann mit dem Motorrad-Führerschein – Routine ist schließlich was für Anfänger.

Gebloggt habe ich wenig, gelaufen bin ich wenig, unterwegs war ich diesen Monat auch nicht sonderlich oft – was zwar mein Kontostand am Ende des Monats auf Null erklärt, aber nicht, wo eigentlich die restliche Zeit hin ist. :roll:

Gesehen habe ich die zweite Staffel Gilmore Girls (S02 E05–22 (komplett)), Girls (S01 E01-10 (komplett)), The Tudors (S02 E01-10 (komplett), S03 E01-03) und Nip Tuck (S01 E02-08). Das macht 40 Folgen im Monat Oktober und sagt vielleicht doch einiges über mein Zeitdefizit aus.

Sportlich unterwegs war ich offensichtlich auch – dank dem Weg zur Arbeit und zurück mit dem Rad (und auch überall sonst hin) ungefähr 173 Kilometer. Laufen war dafür eher ein Trauerspiel: traurige 10 Kilometer. Zu Fuß war ich circa 197 Kilometer unterwegs (inklusive dem Jogging) und ins Fitnesstudio habe ich es 6 Mal geschafft, um mich an den Geräten ein bisschen auszutoben. Und ich hab sogar Bauchmuckis bekommen, Mann! Bald ist es Zeit für einen Bauchnabelpiercing.

Im November steht noch ein bisschen was an: so schnell wie möglich die Motorradstunden hinter mich bringen, das Essen für all unsere Umzugshelfer am Wochenende vorbereiten und der Geburtstag des Vaters des Freundes. Und dann ist auch schon wieder fast Weihnachten und das Jahr rum. So what!

Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September

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