Hemd: von meiner Schwester schon seit Ewigkeiten geklaut ausgeliehen. Oberteil: H&M. Strumpfhose: in XL aus dem Schlecker für 99 Cent. Hose: Zara. Stiefel: aus einem dieser Chinesen-Schuhläden in Palma de Mallorca für 11 Euro.

Und das im Hintergrund ist übrigens unsere Eingangstür.

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Mit Illustrator.

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Stuttgart 21 hat unsere Gemüter bewegt. Was haben wir gelacht, uns angeschrien, Freundschaften beendet, weil wir uns nicht einig werden konnten, ob wir nun dafür oder dagegen sind.

Ich fasse mal zusammen: Es gibt die, die sich von Anfang an gewehrt haben, schon immer, noch bevor das Thema in den Medien war, montags demonstrieren gingen. Dann, etwas später, gab es die, die vom Medienspektakel angezogen wurden, auf die Demos gingen und dann “nach und nach” dagegen waren. (Man bemerkt Dinge ja oft erst, wenn sie “zu spät” sind.) Oder die, die schon “irgendwie” dagegen waren, das aber jetzt nie so demonstriert haben (schöne Doppeldeutigkeit, hach).
Dann gibt es die, denen Stuttgart 21 im Grunde scheißegal ist, die dann aber so angepisst von den Gegnern (oder auch: “Wutbürgern”) waren (“AAAHH! ÜBERALL STAU, ICH KOMM NIRGENDS DURCH, SCHEIß ÖKOS, DEMONSTRIERT WOANDERS!”), dass sie schon aus Prinzip gegen die Gegner waren und somit für Stuttgart 21. Und die, die nach der Wahlschlappe der CDU prinzipiell gegen Grün sind und alles was die machen (“Oh Gott, unsere Wirtschaft wird den Bach runtergehen!”).
Und dann gibt es noch die, denen das eigentlich wurscht sein kann, weil sie am Arsch der Welt wohnen, eigentlich selten nach Stuttgart direkt kommen und auch nie Bahn fahren und sowieso nur nachplappern. Endlich mal was los hier, endlich mal ein Prestige-Objekt. Die mag ich ja am meisten.

Ach ja. Und mittendrin ich. Ganz ehrlich, ich weiß nicht mehr, was ich eigentlich glauben soll. Wenn es um so etwas geht, pickt doch jeder seine besten Argumente raus, die er irgendwo aufgeschnappt hat, und der, der sich die besseren Argumente merken kann, gewinnt. Wer weiß eigentlich noch, was wahr ist? Ich habe wirklich keinen Plan mehr. Und die meisten anderen, die so neben mir herlaufen, haben es auch nicht. Wir streiten uns mit Fakten, die wir nicht wissen, und fühlen uns besser, wenn der Gegenüber klein beigeben muss.

Auch wenn der neue Bahnhof den Stresstest bestanden hat, frage ich mich (auch als von der Bahn abhängigen Menschen): Brauche ich einen Bahnhof, der komplett umgebaut wird? Reicht keine Sanierung, Erweiterung oder sonst was aus? Muss ich wirklich jahrelang in und mit einer Baustelle leben? Muss das wirklich so viel kosten? Muss ich damit leben, dass während des Baus meine Züge unregelmäßig kommen?
Ich denke da ganz egoistisch und sage immer: Ich persönlich brauche keinen Bahnhof, der irgendwie unter die Erde gelegt muss, um zu funktionieren und gut auszusehen. Ganz ehrlich. Und deshalb brauche ich kein Stuttgart 21.

Wenn es gebaut wird, beuge ich mich dem. Wenn es so sein soll, wenn es so abgestimmt wurde, ist es halt so. Kann ich nix machen. Brauch ich nicht randalieren oder Bauzäune einreißen. Dann werde ich es akzeptieren. Wenn es nicht gebaut wird: schön. Und bis das alles klar ist … genieße ich mein Stuttgart so, wie es (noch) ist.

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Dort, wo Kiffer ihre Bongs noch ordnungsgemäß mit dem Altglas entsorgen. (Wir sind so grün!)

Ich bin wieder da. Anfangs war es noch schön, sich ein bisschen von dem zwanghaften Schreiben, das es zum Schluss ja war, zu distanzieren. Aber irgendwann, und das wusste ich auch, muss ich wieder ran. Ich war dann, vor allem die letzten Wochen, zunehmend mitteilungsbedürftig. Das merkten speziell meine Freunde in meinem Lieblings-Social-Network.

Das halbe Jahr kam mir eher wie eine halbe Ewigkeit vor. Es ist aber auch viel passiert. Ich hab zum Beispiel das erste Mal Sushi gemacht und gegessen. Ich war im Urlaub. Meine beste Freundin hat geheiratet. Stuttgart hat Grün gewählt. Meine Ratten sind gestorben. Ich lerne jetzt so richtig Russisch (я сейчас учу русский язык). Außerdem hab ich mir einen Nintendo 64 gekauft. Google+ kommt. Und ach ja, ich bin umgezogen – schon wieder.

Ich kann mich also ungeniert über allerhand Dinge auslassen.

Und auch eine Premiere – das erste Mal mit einem vorgefertigten Theme. Ich wollte nicht noch viel Zeit in ein Layout stecken, sondern einfach losschreiben – deswegen steht das gestalterische Thema ausnahmsweise mal im Hintergrund, was mein Können als Grafikerin absolut unterstreicht. Dafür gibt es als Eyecatcher eine Illustration von Stuttgart die auch nicht ich gemacht habe.

In diesem Sinne: happy bloggin’!

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