Alle bisher bewerteten Serien findet ihr hier. (Wächst stetig.)

Die Säulen der Erde, Mini-Serie: ✯✯✫✫✫✫
Genre: Historie/Fiktional.

Die Geschichte spielt im 12. Jahrhundert in England, im Mittelpunkt steht der Bau einer neuen Kathedrale im Ort Kingsbridge. Prior Philipp versucht mit Hilfe Tom Builders eine neue Kathedrale zu bauen, die noch beeindruckender werden soll, als alles, was je da gewesen ist. Parallel dazu herrscht ein Erbfolgekrieg zwischen Stefan von Blois und seiner Cousine Matilda, der leiblichen Tochter des Königs Heinrich I. Um die Kathedrale bauen zu können, braucht die Priorei die finanziellen Mittel und auch Materialien, um die Kathedrale fertig stellen zu können, was wiederum vom König abhängt – und wie er die Rechte vergibt. Natürlich gibt es Gegenspieler, die den Bau verhindern wollen, das wäre unter anderem der Bischof Waleran Bigod, der vor keiner Intrige zurückschreckt. Und auch sonst hat jeder Charakter sein Päckchen zu tragen.

Ich glaube, Die Säulen der Erde ist das schlechteste, was ich jemals in diesem Genre an Serie gesehen habe, und doch ist sie keinesfalls so schlecht, dass ich sie nicht zu Ende gesehen habe. Allerdings war’s eher so: “Ist es dann jetzt dann bald mal aus?”
Negativ beigetragen haben unter anderem die Kostüme und die Stylisten, die gefühlt kein großes Budget hatten, um sich ein wenig Mühe zu geben. Auch die Schauspielqualiät war manchmal nicht wirklich der Kracher. Einzig Jack Jackson aka Eddie Redmayne, der auch erfolgreich in Les Misérables mitgewirkt hat, fiel mir hier positiv auf.

Kurz gesagt: Voraussehbar, kurzweilig unterhaltsam, kein Must-have-seen.

Girls, Staffel 1: ✯✯✯✫✫✫
Genre: Drama/Comedy.

In Girls geht es um Hannah, Mitte 20, der die finanziellen Mittel von ihren Eltern entzogen werden, damit sie nach dem College endlich mal ihren eigenen Beinen steht. Dadurch gezwungen sucht sie sich einen neuen Job, der endlich mal bezahlt ist, und verfolgt ihren Traum, endlich Schriftstellerin zu werden. Hannah begleiten drei Freundinnen: Shoshanna, Jessie und Marnie, natürlich alle grundlegend unterschiedlich, die versuchen, ihr Leben beüglich Freundschaft, Liebe und Finanzen irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Und natürlich spielt Adam, der Lover von Hannah, eine nicht unbedeutende Rolle.

Ich kaufte mir Girls, weil die Serie überall gehypt wurde – die Geschichte ist an sich jetzt ja nichts Neues oder Weltbewegendes. Die Idee der Geschichte kam von Lena Dunham (die auch die Rolle der Hannah spielt), die sich anscheinend von Sex and the City und Gossip Girl inspirieren ließ. Allerdings kann ich sagen, dass man das nicht wirklich merkt, und das auch gut so ist: sie ist weder teeniehaft noch übertrieben klischeehaft. Ich bin nie so wirklich warm mit den Charakteren geworden – hab die Serie zwar schon gerne gesehen, aber die zweite Staffel erst mal nicht geholt, weil es mich nicht gecatcht hat. Aber wer weiß, vielleicht gebe ich ihr noch eine weitere Chance, denn eines ist sie wirklich: authentischer als alles andere, was ich bisher in die Richtung gesehen habe.

Kurz gesagt: Vier Mädchen – viele Probleme, mit denen man sich durchaus identifizieren kann und sich gut unterhalten fühlt.

Mad Men, Staffel 1: ✯✯✯✯✯✫
Genre: Drama.

New York City, die sechziger Jahre: die Agentur Sterling Cooper beherbergt viele interessante Charaktere und Geschichten, um die sich Mad Men dreht. Im Mittelpunkt steht Don Draper, Creative Director der Agentur, Womanizer und Naturtalent in seinem Beruf, und die Geschichten, die sich um ihn und die Menschen in seinem Umfeld drehen. Es geht um Kunden, Aufträge, Macht, Familie und natürlich auch die Liebe – oder wie ich es für Don Draper eher ausdrücken würde: eine Findung seiner selbst. Das obligatorische Glas Scotch ist genauso ein Bestandteil der Serie wie die Zigarette, die sich irgendwer alle paar Minuten anzündet, so wie die Frauen, die damals eher die Rolle als schmuckes Beiwerk oder als Empfangsdame beziehungsweise Sekretärin spielten.

Natürlich war Mad Men ein Muss, “schließlich arbeite ich in einer Agentur”. Es ist wirklich interessant zu sehen, wie Agenturen oder allgemein das Leben in den sechziger Jahren funktionierten (zumindest dargestellt wie in der Serie), und jedes Details passt: die Kostüme, die Umgebung, die Themen, die Charaktere. Und natürlich auch die Kunden und die Produkte, die aufgegriffen werden, die jeder kennt. Zugegeben: es hat etwas länger gebraucht, bis ich in Mad Men verfallen war (im Gegensatz zu Don Draper, HACHSEUFZ!), aber jede Minute hat sich gelohnt. Mad Men ist nicht für jedermann, eher für die, die es gerne mögen, wenn es thematisch und charakterlich etwas tiefer geht und nicht alles allzu offensichtlich passieren muss – und all das erfüllt die Serie.

Kurz gesagt: Blühendes Agenturleben in den sechziger Jahren; Liebe, Sex, Macht, Intrigen und jede Menge geniale Charaktere.

Downton Abbey, Staffel 1: ✯✯✯✯✫✫
Genre: Historie/Fiktional/Drama.

Downton Abbey handelt von der adeligen Familie Crawley und ihren Dienstboten Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Familie Crawley ist eines nicht vergönnt: einen Sohn als Erbfolgen, weswegen die Erbfolge an einen Cousin dritten Grades, Matthew Crawley fallen würde. Die Familie ist deshalb sehr darauf bedacht, ihre erste Tochter Mary zu verheiraten, um das Erbrecht zu sichern. Zeitgleich fängt im Hause John Bates als Kammerdiener an, der wegen einer Kriegsverletzung anfangs unangenehm auffällt und auf Grund seiner ruhigen und eher schweigsamen Art natürlich eher argwöhnisch von seinen Kollegen betrachtet wird.

Ich holte mir Downton Abbey, weil ich auf Kostümfilme stehe, die sich irgendwo in die Geschichte einfädeln. Ich muss sagen, ich wurde gut unterhalten, man kann es relativ kurz so zusammenfassen: drei Töchter, die eine muss und will nicht verheiratet werden, die zweite will, aber darf nicht und der dritten ist es egal, sie ist eher politisch interessiert. Und auch unter den Dienstboten wird es spannend, denn mit dem neuen Kammerdiener kommt es zu Lügen und Intrigen. Die Geschichten beider Gesellschaftsebenen sind ausgewogen miteinander verwoben, was insgesamt für gute Unterhaltung sorgt, auch wenn alles nicht so wahnsinnig tief geht und na ja, ihr wisst schon. Trotzdem gut.

Kurz gesagt: Kostümserie, die amüsiert.

flattr this!


Downtown Abbey läuft momentan jeden Sonntag im Fernsehen, glaube ich. Finde das auch sehr spannend, allerdings dachte ich echt nicht daran, weil es gar nicht mein Genre ist.
Mit Revenge bin ich bald durch – ich weiß immer noch nicht, wie ich das finden soll, aber wenn du auf Rache und Drama mit ein bisschen Action stehst, kannst du dir das auch gerne mal zu Gemüte führen.
Ich finde deine Serienübersicht übrigens echt cool! Hatte auch schon lange vor, sowas auf meinem Blog zu machen. Jetzt hast du’s mir vorweggenommen. :P Egal.
Wünsche dir einen guten Rutsch. :)

  

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Downtown Abbey hab ich vor kurzem mal reingeschaut… war ganz nett für so “nebenbei”.

Bei diesen Säulen der Erde hat mich im Free-TV immer die Werbung dafür genervt – die war quasi so: “Boah, hier, guckt mal, total toll, das TV-Highlight des Jahres! Schauts euch an! Alter ey!”

  

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Amelie: Mit Revenge bin ich bald durch – ich weiß immer noch nicht, wie ich das finden soll, aber wenn du auf Rache und Drama mit ein bisschen Action stehst, kannst du dir das auch gerne mal zu Gemüte führen.

Danke für den Tipp, ich führe es mir mal zu Gemüte.

Christiane: Bei diesen Säulen der Erde hat mich im Free-TV immer die Werbung dafür genervt – die war quasi so: “Boah, hier, guckt mal, total toll, das TV-Highlight des Jahres! Schauts euch an! Alter ey!”

Alein, dass das auf Sat. 1 im Abendprogramm lief, hätte mich stutzig machen sollen.

  

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Die Säulen der Erde haben wir uns vor ein paar Jahren mal innerhalb von anderthalb Tagen im verregneten England reingezogen – ich fands ok :D Im Vergleich zur Fortsetzung definitiv ;)

Mad Men hat mich auch ein wenig angefixt und Downton Abbey liebe ich total!

  

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