Ich möchte Euch hier mal erzählen, unter welchen Bedingungen ich fahren lerne. Es ist nämlich nicht so, dass man sich meinen Fahrlehrer besser als Vorbild nehmen sollte, weil er meistens freihändig, viel redend, gestikulierend und schimpfend (“DU BLÖDES ARSCHLOCH!”) durch die Gegend fuhr, bevor ich das Lenkrad übernehmen durfte.

Aber jetzt, da ich am Steuer sitze, habe ich natürlich alles in der Hand (na ja, bis auf die Pedale, aber das war manchmal schon ganz gut so) und alles ist super.

Anfangs war das Fahren einfacher, weil ich mich wirklich nur aufs Anfahren und Schalten konzentrieren musste. Ich musste weder schauen, woher die Autos kommen (das übernahm mein Fahrlehrer), noch gleichzeitig um die Kurve fahren, hochschalten oder plötzlich bremsen.
Inzwischen ist es so, dass mir mein Fahrlehrer natürlich Stück für Stück die Verwantwortung abgibt, was leider nicht so einfach ist, denn:

  • Er redet permament.
  • Er zeigt mir während des Autofahrens Bilder, die ihm jemand per WhatsApp geschickt hat.
  • Er erzählt mir skandalöse Storys aus seinem Leben, die mich mitreißen.

Ich wusste schon nach meinen vielen Theoriestunden, dass Fahrlehrer zumeist Menschen sind, die laut sind, sich selbst gerne reden hören, gut an einen Stammtisch passen und na ja – man sich daran einfach gewöhnen muss.
Und nein, es klingt wirklich schlimmer, als es ist – allerdings bin ich auch schon älter und kann mit so was umgehen und muss meine Twitter-Timeline nicht permanent mit vielen #aufschrei-Tweets nerven. Mein Fahrschullehrer Jürgen* ist nämlich ein ganz gemütlicher Typ, macht manchmal seine chauvinistischen Witze, aber dann ist auch okay. Wenn er mir auf den Sack geht, sage ich: “Jürgen, Du gehst mir auf den Sack, ich fahre und kann Dir nicht zuhören!” worauf er meist entgegenet, ich hätte doch gar keinen. Und dann ist gut, zumindest für die nächsten fünf Minuten.

Es klingt jetzt so, als wäre Jürgen völlig inkompetent. Aber wenn man bedenkt, was der Mann alles parallel machen kann, sage ich wirklich: Hut ab. Ich bin Dank ihm noch in keinen von Euch reingefahren, und das ist schon die halbe Miete!

Inzwischen klappt das Anfahren so gut, so dass ich ganz gut im Stuttgarter (Feierabend)verkehr (Stau, Stau, Stau!) zurecht komme, allerdings habe ich die Tendenz, grundsätzlich zu schnell zu fahren, was mir im Kreisverkehr schon öfters zum Verhängnis geworden ist (runter schalten, bremsen, lenken, VOLLE LOTTE REINSLIDEN YEAH, oder halt eher so nicht, nun ja) – und rechts vor links ist auch noch ausbaufähig auf Grund meiner mangelnden Fähigkeit, andere Autos einzuschätzen. Aber es wird.

Spaß macht es trotzdem, und ich freue mich auch schon darauf, bald mit dem Motorrad durch die Gegend zu gurken. Aber bis dahin … lerne ich noch das Autofahren. Heute Abend: das Parken. Das wird bestimmt total lustig.

In diesem Sinne: keep on drivin’!

* Natürlich heißt er nicht Jürgen. WER HEISST SCHON JÜRGEN!

flattr this!


Einparken in der Fahrschule ist total ätzend.

  

zitieren

  


Der Jürgen, der macht das ja nicht grundlos. Das dauerhafte reden und ablenken und Bilder zeigen. Der Jürgen ist nämlich ein Beifahrer, wie du ihn später IMMER haben wirst… der Jürgen bringt dir grad bei trotz dauer gelaber straight gradeaus zu fahren, dich zu konzentrieren und niemanden umzusäbeln. Ich hab auch immer gedacht: wtf hören wir ständig so laut Radio bei der Fahrstunden? Aber klar, jetzt weiß ich es… damit ich auch später im Auto Musik hören kann ohne voll auszuticken, dass so viel auf einmal passiert^^ Guter Fahrlehrer! :D

  

zitieren

  


Mein Fahrlehrer war das glatte Gegenteil. Es lief z.B. nie das Radio, weil er meinte: In der Prüfung läuft auch kein Radio.

War anfangs ungewohnt, fand ich aber gut so. Das hat sicher die Besonderheit der Prüfungssituation abgemildert.

Und auch sonst war er einfach ein total netter Typ!

  

zitieren

  


Ich kenne einen Fahrlehrer der Jürgen heißt :D

  

zitieren

  


Christin: Einparken in der Fahrschule ist total ätzend.

Really? Bis jetzt fand ich es okay. War aber auch nur rückwärts einparken. ;)

Electrofairy: Der Jürgen, der macht das ja nicht grundlos. Das dauerhafte reden und ablenken und Bilder zeigen. Der Jürgen ist nämlich ein Beifahrer, wie du ihn später IMMER haben wirst… der Jürgen bringt dir grad bei trotz dauer gelaber straight gradeaus zu fahren, dich zu konzentrieren und niemanden umzusäbeln.

Sehr gut zusammengefasst! :mrgreen:

Henning: Mein Fahrlehrer war das glatte Gegenteil. Es lief z.B. nie das Radio, weil er meinte: In der Prüfung läuft auch kein Radio.

Immer diese Extreme. :liaf

Henning: War anfangs ungewohnt, fand ich aber gut so. Das hat sicher die Besonderheit der Prüfungssituation abgemildert.

Na ja, bestimmt. Ich sag eigentlich auch immer, wenn mich was stört, oder wenn ich etwas anders haben will, das geht dann gut. So ganz bierernst mag ich’s dann auch nicht.

die Smileykiste: Ich kenne einen Fahrlehrer der Jürgen heißt :D

Mist. These widerlegt.

  

zitieren

  


Ein Fahrlehrer, mit welchem man sich gut versteht, ist echt wichtig. Schön zu sehen, dass es bei euch so locker ist. Meiner war damals auch hin und wieder für Scherze aufgelegt, aber dann doch meist etwas arg ernst.

(Geblubbert hat er aber auch ohne Ende)

  

zitieren

  


R.: Ein Fahrlehrer, mit welchem man sich gut versteht, ist echt wichtig. Schön zu sehen, dass es bei euch so locker ist. Meiner war damals auch hin und wieder für Scherze aufgelegt, aber dann doch meist etwas arg ernst.

Am Ende haben wir es immerhin alle geschafft. (Also, zumindest hoffe ich das, hähä.)

  

zitieren

  


Hihi, Fahrlehrer sind Menschen für sich :D
Meiner war auch ziemlich lustig drauf.

  

zitieren

  



Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


Bloggen seit 2004 | Theme „Wohnzimmer“ by www.quartier-vier.de