Prison Break

Ich blogge eigentlich selten über Serien. Ich schaue sie zwar gerne – aber irgendwann fand ich heraus, dass es mich nicht sonderlich erfüllt, etwas darüber zu schreiben. Aber hier muss ich wirklich mal ran.

Mein Repertoire an Serien, die ich schaue, ist breit gefächert: ich mag gerne Serien mit Tiefgang wie beispielsweise “Six Feet Under” oder “Mad Men”. Oder auch mal “Frauen”-Serien wie “Gossip Girl” oder “Sex and the City”. Manchmal auch Dinge aus dem Teenie-Genre wie “O.C. California” oder “One Tree Hill”. Sogar Ärzte-Serien wie “Grey’s Anatomy” und Mystery-Zeugs wie “Lost” haben es in mein Regal geschafft – und sobald ich eine Empfehlung bekomme, bin ich auch gerne bereit, mir Dinge anzusehen, die ich mir sonst niemals anschauen würde.
“Prison Break” fand ich in einem der vielen Regale im Saturn, auf der Suche nach etwas Neuem. Der Klappentext war ganz überzeugend, und da ich schon früher immer gerne Frauenknast schaute da ich das Gefängnis-Szenario an sich ja ganz interessant finde (klingt ein bisschen wie ein Fetisch), dachte ich mir, das könnte ja ganz nett werden. (Im Prinzip hätte ich so eine Serie nie geschaut, allerdings dachte ich mir, ich könnte ja mal ein bisschen “ausbrechen”.)

“Ganz nett” trifft es witzigerweise auch schon ganz gut. Ich bin ehrlich gesagt immer so ein bisschen im Zwiespalt, ob ich Prison Break nun gut oder schlecht finden soll, wenn mich jemand (… also keiner) nach meiner bescheidenen Meinung fragt, weil: unterhaltsam war es durchaus. (Außerdem sieht der Hauptdarsteller verdammt heiß aus.) Allerdings überwiegen die negativen Punkte, und das ärgert mich verdammt noch mal wirklich – einfach, weil die Serien durchaus Potential hätte haben können.

Es gibt Filme, deren Charaktere und Handlungen so verworren zusammenhängen, dass man erst zum Schluss diesen “Aha-Effekt” erlebt – also was Durchdachtes und somit Hochwertiges, da sich jemand bei so Dingen wirklich einen Kopf macht, den Zuschauer auf (falsche) Fährten zu locken und danach doch alles subtil aufzulösen. Prison Break ist auch so angedacht worden, oder: wollte so werden. Die Voraussetzungen waren nicht schlecht, wenn oft auch etwas arg Gefängnis-klischeehaft: Es gab sympathische Insassen, hasswürdige Insassen, gute Wärter, böse Wärter, Schwule, Vergewaltiger, und natürlich das Rassen- und Banden-Problem.
Trotzdem hatte man durchweg das Gefühl, dass die Produzenten und Schreiber eine aufwändige Story kreieren wollten, die Zuschauer aber für saublöd hielten, dass die meisten Handlungen und Verflechtungen zwischen den Charakteren und die Handlungsabläufe so offensichtlich waren, dass man dauernd hätte weinen können.

Hinzu kommt, dass die Story recht einfach ist – was an sich ja nichts Schlechtes ist, zieht man Handlungsstränge wie hier nicht künstlich in die Länge. Man hat auch versucht, den Nebendarstellern eine wichtige Geschichte zu geben, allerdings waren diese oftmals so flach, kurz und konstruiert wirkend, dass man das Gefühl hatte, dass diese nur dazu da waren, um die Story künstlich aufzublasen und ihr Pseudo-Tiefe zu geben.
Zurück zum Längen-Thema: Ich wusste anfangs nicht, dass Prison Break zweiundzwanzig Folgen enthält, denn nach den ersten zehn dachte ich tatsächlich, jetzt müsste das Ende ja nah sein. Dann kam etwas Neues, das die Haupthandlung unterbrach. Fünf weitere Folgen war es ähnlich. Und nach wieder weiteren fünf freut man sich tatsächlich aufs Ende, damit das Ganze mal ein Ende hat. Das ist tatsächlich auch ganz spannend – und was passiert dann? Ein Cliffhanger. EIN CLIFFHANGER! Ich wäre fast ausgerastet.

Es ist ja okay, die Story für die nächste Staffel ein Stück weit offen zu lassen, aber für mich gehört zu einem guten Staffelfinale immer dazu, dass eine Story an dieser Stelle so weit erzählt ist, dass sie abgeschlossen werden kann – um so Platz für eine neue zu schaffen. Das erwartet man ein Stück weit doch auch vom Ende, zumindest ist das bei mir so.

Und so blieb nach der letzten Folge gestern einfach nur ein bitterer Nachgeschmack zurück, nämlich: ich würde ja gerne wissen, wie es nun weitergeht – beziehungsweise die Story endet – allerdings war die Art und Weise, wie das Ganze aufgezogen wurde, nicht so überzeugend, dass ich mir jetzt die nächste Staffel holen wollte. Auch diejenigen, die die Serie schon in der weiteren Fortsetzung sahen, rieten mir eher davon ab.

Daher, liebes Prison Break, war das nur eine kurze Romanze zwischen uns. Kurz und schmerzlos. <3

flattr this!


Ich hasse so etwas. Man hat eine Serie mit Potential und dann kommt sowas bei raus.
Genauso muss Lost ab der 4. oder 5. Staffel so abgedreht geworden sein, dass meine Motivation zum Weiterschauen nach der 2. Staffel schon etwas gesunken ist.

Eine andere (für mich noch viel ärgerliche Sache) ist, wenn man eine Serie einfach irgendwann absetzt. Mittendrin. Ich denke da zum Beispiel an Entourage.

Orrrrr!

  

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Ich kann deiner Meinung absolut gar nicht zustimmen!
Ich finde die Serie wirklich sehr gelungen. Ich liebe vorallem die, meiner Meinung nach gut ausgewählten Schauspieler. Wentworth Miller spielt seine Rolle fantastisch. Selten hab ich so einen guten Schauspieler gesehen. Auch die Rolle des ‘Alexander Mahones’ fand ich absolut überzeugend. Ich hab im Fernsehen nur eine Folge gesehen und musste mir hinterher gleich alle Staffeln kaufen. Einfach, weil mich die Geschichte so interessiert hat und ich wissen wollte wie alles angefangen hat beziehungsweise wie es mit den Charakteren weitergeht. Vielleicht solltest du dir die andern Staffeln auch noch ansehen. Die dritte Staffel hat z.B. nur 13 Folgen ! Ich finde die Serie sehr gelungen !

  

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R.: Genauso muss Lost ab der 4. oder 5. Staffel so abgedreht geworden sein, dass meine Motivation zum Weiterschauen nach der 2. Staffel schon etwas gesunken ist.

Ja, LOST hat auch irgendwann geschwächelt, allerdings hat das bei mir kein Abbruch getan. (Die allerletzte Folge sah ich allerdings trotzdem nie, daher muss ich da eh noch mal ran.)

R.: Eine andere (für mich noch viel ärgerliche Sache) ist, wenn man eine Serie einfach irgendwann absetzt. Mittendrin. Ich denke da zum Beispiel an Entourage.

Ja, das nervt gewaltig, wobei ich es manchmal schon verstehen kann. Beim damaligen Streik der Autoren war das beispielsweise sehr nervig, wenn allerdings die Quoten nicht mehr passen, ist das dann halt der Lauf der Dinge. (Bei mir war das quasi “Pushing Daisies” und die vierte Staffel O.C.)

Michaela: Wentworth Miller spielt seine Rolle fantastisch.

Ich finde alle Schauspieler haben ihre Rolle sehr gut gespielt, aber das hilft der ersten Staffel trotzdem nicht raus.

Michaela: Die dritte Staffel hat z.B. nur 13 Folgen !

Hmmm, mal sehen. Vielleicht ringe ich mich noch dazu durch. :)

  

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Die Serie war als Miniserie gedacht und wurde unnötig in die Länge gezogen. Fand die Folgen die ich schaute gut für leichte Abendunterhaltung.

  

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Die erste Staffel ist richtig, richtig gut. Die zweite Staffel ist auch noch super (man will ja wissen, wie es weiter geht). Ich finde, richtig in die Länge gezogen haben sie es erst danach. Aber ich will dich ja nicht spoilern ;)

  

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Chrissy: Die Serie war als Miniserie gedacht und wurde unnötig in die Länge gezogen.

Das erklärt natürlich einiges.

Jennifer: Ich finde, richtig in die Länge gezogen haben sie es erst danach.

Oh, noch mehr? Mamma mia. Spoilern tust Du nicht, ich habe mir schon sagen lassen, was so kommt, weil ich gesehen habe, dass es sogar eine vierte Staffel gibt. Aber für die Mitleser ist es ganz gut, spoilerfrei zu kommentieren. :)

  

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Prison Break wurde mir auch schon x-mal empfohlen. Über die ersten drei Folgen hab ich es auch nie geschafft. Aber wie du dich hier darüber auslässt find ich iwie amüsant. Also die wahrlich grandiose Tipse bist du ja scheinbar doch nicht ;) . Aber ich geb dir noch ne Chance. Vorausgesetzt du bestehst darauf… Also schreib doch mal was über Meredith und McDreamy… ABER ich warne dich… verrate nicht zuviel. Ich hab nämlich erst die letzte Nacht damit verbracht mir Operationen an offenen Herzen ect. reinzuziehen. Insgesamt waren es 10 folgen der zweiten Staffel… Und verdammt ich könnte erzählen… das grandioseste wohl aber ist dass der Nazi ein Baby auf die Welt gebracht hat, oder? … und … und… \o/

  

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Die erste staffel ist doch nur der anfang -.- wenn du behauptes da alles zu verstehen bist du hellseher ;-) das erfährt man alles er viel später stück für stück… und warum sollte man eine 2 staffel machen wenn sie aus dem kanst raus sind und alles vorbei ist… wäre seeeehr dumm

  

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Michaela:
Ich kann deiner Meinung absolut gar nicht zustimmen!
Ich finde die Serie wirklich sehr gelungen. Ich liebe vorallem die, meiner Meinung nach gut ausgewählten Schauspieler. Wentworth Miller spielt seine Rolle fantastisch. Selten hab ich so einen guten Schauspieler gesehen. Auch die Rolle des ‘Alexander Mahones’ fand ich absolut überzeugend. Ich hab im Fernsehen nur eine Folge gesehen und musste mir hinterher gleich alle Staffeln kaufen. Einfach, weil mich die Geschichte so interessiert hat und ich wissen wollte wie alles angefangen hat beziehungsweise wie es mit den Charakteren weitergeht. Vielleicht solltest du dir die andern Staffeln auch noch ansehen. Die dritte Staffel hat z.B. nur 13 Folgen ! Ich finde die Serie sehr gelungen !

Hör auf sie!!!
1 staffel ist nur der anfang mit genau dem richtigem ende für diese staffel…

  

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Ich kann dich gar nicht verstehen! Man kann nach der 1. Staffel niemals alles verstanden haben! wie einer schon erwähnt hat, man müsste ein “Hellseher” sein.
Man muss die Staffeln gucken um stück für stück zu verstehen und ich finde sie ist sehr gelungen! aber jeder hat seine Meinung, Prison Break ist meine lieblingsserie und hab sie mittlerweile schon 3 mal alle 4 Staffeln gesehen.

  

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