Irgendwie kam ich die letzten Tage überhaupt nicht dazu, zu bloggen. Die Gründe hierfür sind vielfältig:

  • Ich trank mehr als ein Feierabendbier und war danach geistig nicht mehr aufnahmefähig.
  • Wenn ich dann daheim war schaute ich die zweite Staffel Grey’s Anatomy. Oder schlief einfach direkt ein, sozusagen bierverschuldet.
  • Gestern hingegen war ich leicht depressiv verstimmt und hatte keine Zeit, mich um die kleinen Dinge zu kümmmern. Ich denke, jetzt geht’s langsam auf die Milife Crisis zu.
  • Außerdem habe ich diese Woche Titanic gesehen und einen Flashback zurück in die Neunziger erlebt. (Leider war ich zu dick für meine Adidas-Knopf-Hose und das Revival konnte nicht zu hundert Prozent stattfinden.) Ich sah Titanic 1997 fünf Mal im Kino. Einmal mit meiner Mutter, die anderen vier Male mit meinen damals zwei besten Freundinnen, mit denen ich mich wenige Wochen später verkrachte und die sich gegen mich verschworen. Zu dieser Zeit hatte ich auch die BRAVO abonniert, die natürlich voll von Leo-Poster und -Schnickschnack war, den ich ja auch heimlich anschmachtete. Nun ja, jedenfalls war es echt gigantisch – und scheiße, ich kann noch ganze Textpassagen mitsprechen, obwohl ich ihn seit dem Kino damals höchstens mal an irgendeinem Weihnachten sah. Total krank.

Ich wollte eigentlich auch wirklich viel bloggen und berichten, beispielsweise, warum ich von Spotify weg bin und wieder auf meine gute und große lokale-total-nicht-cloud-mäßige Musikdatenbank zurückgreife (was letztlich nicht nur daran liegt, dass ich mir von unserem Entertain-Server sechzig Gigabyte Musik gezogen habe). Eigentlich wollte ich dem Titanic-Film auch einen eigenen Beitrag widmen, allerdings will ich nicht wirklich auf Grund meines Filmgeschmackes von Euch geflamed werden (das hat alles nämlich rein nostalgische Gründe).

Aber wir haben ja Zeit.

flattr this!


Wow, mit fünfmal Titanic im Kino habe ich endlich jemanden gefunden, der mich überbietet. Viermal habe ich es geschafft, bevor mich fast alle für bekloppt erklärt haben. :-)

  

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Ich war fünf Mal in Schuh des Manitus… :) (Schreibt man das so?)

  

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Ich war schon seit Jahren nicht mehr im Kino und fünfmal im gleichen Film eh nie… aber das mit dem Feierabendbier kenn ich… Hatte ich diese Woche auch… Und zwar dreimal. Ich bin froh das jetzt erstmal ein paar freie Tage kommen. Das gibt mir eine Chance zur Entgiftung.

  

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Dieter Bonhoeffer 27. April 2012 um 16:41 Uhr


schoener Beitrag xD

  

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Ich hab Titanic bis heute kein einziges Mal gesehen. :nixwiss

  

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Warum sollte man sich auch”Titanic” angucken. Ich weiß doch schon, dass das Schiff sinkt. :-D

  

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Ja, die kleine eisenkrise, die milli fe crisis, kommt überraschend. besonders wenn man viel mit magneten zu tun hat, zieht das leben stark an und ist voll mit reibungskräften.

und titanic 5 mal, naja irgendwer muss ja für umsatz sorgen. nicht dass die titanic aufgrund von finanziellen engpässen schon vorm eisberg untergegangen wäre.
und hey, der film hat meiner damaligen erinnerung nach mindestens 2 unterhaltsame szenen. das sind mindestens zwei mehr als 0. damit mindestens zwei besser wie diverse neuzeitliche vampirfilme und abendunterhaltungssendungen. also keine falsche scham. erzähl uns, deinen treuen und verschwiegenen lesern, von deinem trauma. wie alles so schmachtend begann und so fürchterlich endete. es tut gut. ok, zumindest für uns leser werden nach aktuellen populärmedizinischen veröffentlichungen dadurch 17 verschiedene gesichtsmuskeln trainiert. und das ist gesund und tut gut. für alle.

–tb

  

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Jenny: … lokale-total-nicht-cloud-mäßige Musikdatenbank …

Passt ja zum Wetter. oO

Jenny: Ich denke, jetzt geht’s langsam auf die Milife Crisis zu.

Dafür bist du zu jung. Für die Quarter-Life-Crisis wiederum zu alt. Müsste dann also die Third-Life-Crisis sein. :kls

  

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Dany: Viermal habe ich es geschafft, bevor mich fast alle für bekloppt erklärt haben. :-)

Willkommen im Club! :)

Chrissy: Ich war fünf Mal in Schuh des Manitus… :) (Schreibt man das so?)

Was. O_O

Mann²: Ich bin froh das jetzt erstmal ein paar freie Tage kommen. Das gibt mir eine Chance zur Entgiftung.

Hehe. Wahre Worte. ;)

Dieter Bonhoeffer: schoener Beitrag xD

Haha. Geiler Name! :daumen

Henning: Ich hab Titanic bis heute kein einziges Mal gesehen. :nixwiss

Banause.

Marc: Warum sollte man sich auch”Titanic” angucken. Ich weiß doch schon, dass das Schiff sinkt. :-D

Darum geht’s doch auch gar nicht. :fowgel

tb: milli fe crisis

:roll:

tb: und hey, der film hat meiner damaligen erinnerung nach mindestens 2 unterhaltsame szenen.

Welche?

Henning: Müsste dann also die Third-Life-Crisis sein. :kls

Wie auch immer. :nixwiss

  

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>>Welche?

Nun, die eine Szene war der Ausdruck der bildenden Künste, als der gute Jack sein zeichnerisches Talent hautnah der lieben Rose demonstrieren durfte.
Die Szene ist übrigens in der 3D Version in China geschnitten, da die dortigen Behörden Befürchtungen haben der Versuch von Zuschauern die in dieser Szene plastischen 3D Effekte zu ergreifen könnte störend für das Filmerlebnis der anderen Gäste sein.

Und nach diesem Ausflug in das Klischeenland gibt es noch eine zweite Szene. Wobei mich damals meine Freude daran wohl durch die Reihen unbeliebt gemacht hat. Als gegen Ende dieser Jack endlich dem Weg des Schiffes folgt und die Last des Ozeas auf seinen Schultern verteilt, habe ich durchaus vergnügt gelacht. Würde ich wohl auch immer noch. Lachen. Und mich unbeliebt machen.

(da ich die Namen nachschauen musste (…), fiel mir auch die Laufzeitangabe bei imdb wieder auf. Du hast hier 970 Minuten deines Lebens aufgewendet. Was man mit der Zeit alles hätte machen können!)

–tb

  

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tb: Wobei mich damals meine Freude daran wohl durch die Reihen unbeliebt gemacht hat. Als gegen Ende dieser Jack endlich dem Weg des Schiffes folgt und die Last des Ozeas auf seinen Schultern verteilt, habe ich durchaus vergnügt gelacht. Würde ich wohl auch immer noch. Lachen. Und mich unbeliebt machen.

Ich habe mich ja immer gefragt, warum Menschen (Männer) in dieser Szene lachen. Und bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass es ihnen entweder unangenehm war, weil so viel Gefühl in dem Moment da war, und man damit nicht umgehen konnte, oder weil man öffentlich zeigen wollte, dass man kein Weichei ist.

  

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Ok, da muss ich das ja jetzt aufgreifen : )

Also, interessant, ich hab mich das noch nie genauer gefragt an der Stelle.
Zur ersten Theorie habe ich keine Meinung. Meine Überlegungen landen da immer an dem Punkt was ein angemessener Umgang wäre und dann wohl ein in Frage stellen von sozialen Normen. Was erfahrungsgemäß zu keiner konsensorientierten Diskussion führt.

Bei der Zweiten könnte ich entgegnen dass ich das auch mache wenn ich alleine und unbeobachtet bin. Gut, die Entgegnung läuft ins Leere wenn man die Theorie um “öffentlich oder sich selbst” ergänzt, was wohl mit deiner aufgestellten Grundannahme vereinbar wäre.
Bleibt also letztendlich nur übrig dass ich durch meine Reaktion meinem Selbstverständnis treu bleibe. Den Moment des Untergangs als Ende eines surrealen Filmes, der 2,5 Stunden lang gespielte Figuren auf der zwischenmenschlichen Ebene verstrickt und den ZuschauerInnen eine emotionale Teilhabe vorspielt, sehe ich eher als positives und dankbares Ende. Dieser Widerspruch ist dann wohl der Kern der Pointe welche letztendlich zum Lachen führt. Ob ich damit jetzt männliche Rollenbilder erfülle sei mir recht. Lässt sich im Zweifelsfall toll als gesellschaftlich akzeptierte Kurzbegründung hernehmen um jegliche tiefhaltigere Diskussion darüber beliebig zu steuern. Dafür mag ich Klischees. Und wenn ich mal wieder etwas nicht männliches mache kann ich immerhin sagen, “Bei Titanic habe ich gelacht, ha!” : )

Ok, wenn wir schon unter uns sind: Eine dritte Theorie zum Ergänzen wäre natürlich die einfache und ungeschönte Provokation. Ich mag es gesellschaftliche Normen in Frage zu stellen (unabhängig ob ich sie “gut” oder “schlecht” finde). Keine Ahnung ob das jetzt überrascht oder nur ein Nicken verursacht. Dafür sind Situation in denen sich Menschen leicht reizen lassen und/oder unüberlegt reagieren, also gerade emotionsintensive Situationen, prädestiniert. Wobei die Umstände bedacht sein sollten und die Provokation bewusst konstruktiv sein sollte (sofern man davon im subjektiven Ansatz sprechen kann), sonst wird das darauf folgende Deeskalationsmanagement eine unschöne Herausforderung und man findet sich schnell auf der zweiten Ebene von Glasl wieder. Dann sitzt man unausweichlich auf der lose-Seite. Was ich aber mal etwas selbstsicher, und bestimmt arrogant, wir sind hier schließlich bei Klischees, in diesem Titanic Fall ausschliesse.
(Und um noch etwas vom Thema wegzuführen. Ja, ich mag Tragödien auch grundsätzlich. Die alten Griechen sind zu beneiden für ihr Theater. Dort war nicht nur das Wort Happy-End unbekannt, sondern auch dessen Bedeutung verpönt.)

Oh achja, einfacher ist es übrigens bei der ersten Szene. Da kann ich mit Sicherheit sagen dass es mir nicht unangenehm war und ich mich in meiner Männerrolle wohl fühlte (Hetero-Männerrolle, muss man heutzutage ja dazusagen). Aber dafür war die Szene doch wohl auch da?

So, nach soviel Text bist du mir aber einen Artikel zu Titanic schuldig. Wieso warst du damals fünf mal in diesem Film im Kino? Und was hat es mit der Adidas-Knopf-Hose auf sich? : )
(Ich lasse mir auch die Zusage abringen dann nichts böses dazu zu schreiben. Aber das wäre doch ein wenig langweilig, oder?)

–tb

  

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