Halloween

Ich war dank Brückentag und meinem letzten verbliebenen Urlaubstag in diesem Jahr gestern und heute mal wieder zu Hause. Bei mir zu Hause ist seit neuestem immer der Kühlschrank voll, was daher kommt, dass die Freundin T. meines Vaters eingezogen ist (plus deren Tochter).

Da ich abends sonst nichts vorhatte, habe ich mich von meiner Schwester überreden lassen, ihr bei einem Kinder-Halloween-Dings zu helfen, und das Resultat war, dass ich am Ende aussah wie eine Mischung aus Wonderwoman und Cher in den Achtzigern, was wohl an der Perücke lag. (Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass wir die einzigen Kinder-Betreuer waren, die verkleidet waren? Gott, ey. Steh mal neben einer top gestylten Sechzehnjährigen und sehe aus wie Cher.)
Das Tolle an Kindern ist ihre unbestechliche Logik und Kombinierfähigkeit (“Frau J, ist das Deine Schwester?” “Das ist doch klar, die haben doch auch beide eine Brille!”). Außerdem schätzten mich alle altersmäßig auf sechzehn, weil ich noch keinen Führerschein habe. Aber gut, ich dachte auch, der kleine Wikinger sei ein Junge, dabei war es die ganze Zeit ein Mädchen.
Der Geist übrigens, der eine Tischdecke über dem Kopf hatte (“Riecht voll nach Spätzle, weil wir vor einer halben Stunden noch darauf gegessen haben.”), fragte mich wehmütig, ob er sein Kostüm auch ausziehen dürfte, weil er sonst seinen Muffin nicht essen könne. Ich überlegte mir etwa zehn Sekunden lang, “Nein” zu sagen und lachte schadenfroh in mich hinein. Tat es aber nicht. Gnagnagna.

Mein Vater hat sich wie jedes Jahr auf Halloween eingestellt – leider lernt er auch nicht aus den Erfahrungswerten der letzten Jahre, die gezeigt haben, dass sich in den seltensten Fällen Kinder zu uns verirren, weil wir eben verdammt noch mal am Ende des Dorfes wohnen und da keine Sau hinläuft. Somit können wir uns wieder bis nächstes Halloween von Süßigkeiten ernähren.
Wir persönlich waren auch relativ erfolgreich, was die Ausbeute betrifft. Nur die wenigsten waren absolute Halloween-Hasser, und waren sie es, haben wir die Kinder angewiesen mindestens eine Minute lang Sturm zu klingeln und dann wegzurennen. Ich hätte gerne eine fieseren Plan gehabt, aber scheiße, ich hatte mir nun mal keinen Alternativ-Plan ausgedacht, weil ich davon ausging, dass die Menschheit gut ist.

Abends ließ ich den Abend bei R. und ihrer Mum ausklingen – diese Abende enden gewissermaßen immer gleich: Ich habe mehr als eine Flasche Wein intus und torkel nach Hause. Meistens komme ich dort auch an. Und am nächsten Tag darf ich mir von meiner Familie anhören, wie oft ich gegen die Wand gelaufen bin.
In diesem Sinne lobe ich übrigens auch mein iPhone mit seiner Anti-Besoffenen-Funktion, die mir auch noch morgens um elf beim ausnüchternen Schreiben half:

iPhone

In diesem Sinne: allen eine schöne, neue und kurze Woche. (Außer, ihr hatten keinen Brücken- oder Feiertag. Dann nicht.)

flattr this!


:mrgreen:
gefällt mir!!
(vor allem der kühlschrank :D :D )

ps: ich möchte noch ne nahaufnahme des fotos ;)

  

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Der Geist war ein Mädchen xD

  

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Außer, ihr hatten keinen Brücken- oder Feiertag. Dann nicht.

Grrrrrrrr.

  

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Einfach nur Top! Ich bin mir sicher, dass die Eltern glücklich darüber waren, dass die Kinder begleitet wurden. Nächstes Jahr möchte ich auch dabei sein.

  

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Saskia: (vor allem der kühlschrank :D :D )

Top, oder. :D

Lieees: Der Geist war ein Mädchen xD

Oh. :roll: Ich hab’s echt nicht so mit der Geschlechter-Zuordnung.

Katja: Grrrrrrrr.

:love:

Uwe: Ich bin mir sicher, dass die Eltern glücklich darüber waren, dass die Kinder begleitet wurden. Nächstes Jahr möchte ich auch dabei sein.

War echt witzig. Würde ich sogar nochmal machen. Bin ja nicht so.

  

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Ich hab gearbeitet… :P

  

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Kann man sich vor der überhaupt gruseln? So süß wie du ausschaust. gnahaha

  

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“eine Mischung aus Wonderwoman und Cher in den Achtzigern”
Was sollte es denn werden?

“top gestylte Sechzehnjährige”
Cher könnte es aber dank der vielen äh… Maßnahmen in Punkto glattgezogener Haut locker mit einer Sechszehnjährigen mithalten. ;-)

Und genaugenommen war die Sechszehnjährige auch verkleidet, wie sieht die denn morgens nach dem Ausstehen aus. :-D

Meine Erfahrung als Gespenst war jedenfalls, dass es unter einem Bettlaken ziemlich warm wird – wenn man darunter noch angezogen ist.

  

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Helmut: Ich hab gearbeitet… :P

Streber.

Laura: Kann man sich vor der überhaupt gruseln? So süß wie du ausschaust. gnahaha

Das Kompliment gebe ich weiter an meine Schwester.

Marc: Was sollte es denn werden?

Es war ein: “J, Du musst Dich auch verkleiden. Wir haben eigentlich gar keine Klamotten, dann nehmen wir eben die Reste von T. Du nimmst das und ich das.”

Marc: Meine Erfahrung als Gespenst war jedenfalls, dass es unter einem Bettlaken ziemlich warm wird – wenn man darunter noch angezogen ist.

Das glaube ich, ohne es ausprobiert zu haben. :)

  

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Ich verkeide mich nie wieder an Halloween. Hab da ein Trauma. Schrecklich.

  

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buchstabenwelt: Ich verkeide mich nie wieder an Halloween. Hab da ein Trauma. Schrecklich.

Du sahst eh gruselig genug aus. :P

  

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